Sind Überholmanöver zu einfach? DRS sorgt weiterhin für Diskussionen

Formel 1 2011

— 17.11.2011

Webber: DRS muss im Detail angepasst werden

Mark Webber ortet eine Feinanpassung von DRS anhand der gesammelten Informationen - Auch im Training sollte das System limitiert sein

Eine der großen Neuerungen in dieser Saison war der verstellbare Heckflügel. Das DRS soll in erster Linie für mehr Überholmanöver sorgen. Es gab und gibt Kritik daran, aber auch positive Resonanz. Zum einen hat es für mehr Überholmanöver gesorgt, aber manche Stimmen meinen, dass es zu einfach geworden ist, an einem Gegner vorbeizugehen. Auf manchen Strecken gab es zwei DRS-Zonen, auf anderen eine, oder in Monaco wurde der Gebrauch davon im Tunnel generell verboten. Da man auf allen Strecken zum ersten Mal mit DRS unterwegs war, konnte man im Vorfeld die Auswirkungen nur schwer abschätzen.

Red-Bull-Pilot Mark Webber findet, dass man sich DRS generell ansehen muss, und aufgrund der Erkenntnisse in diesem Jahr leicht anpassen sollte. "Es gab einige Rennen, wo Überholmanöver zu einfach geworden sind. Das waren zum Beispiel China, Belgien und die Türkei. Es gab aber auch Strecken, wie Valencia, Barcelona und Südkorea, wo es trotzdem schwierig war zu überholen. Auf anderen Kursen war es dafür perfekt", wird Webber von der 'BBC' zitiert.

"Wir gehen jede Strecke blind an, weswegen es oft nach dem Motto Versuch und Fehlschlag abgelaufen ist, im Zusammenspiel mit viel Wissenschaft. Es ist nicht einfach, dieses Thema richtig zu machen. Ich gehe davon aus, dass wir dank der gesammelten Informationen es im nächsten Jahr fast perfekt machen könnten. DRS ist eine kontroverse Sache, auch, weil es vom eigenen Standpunkt abhängt."

"Einige Leute wollen es sehen, dass sich die Autos ständig überholen. Nascar basiert in Amerika darauf. Aus einer puristischen Sicht, so wie ich sie habe, sollten Überholmanöver mehr als das bedeuten", sagt Webber. "Bislang haben sie einen guten Job gemacht und ich bin mir sicher, dass die Teams und die FIA im nächsten Jahr auf einigen Strecken eine bessere Balance finden werden."

Im Unterschied zum Rennen dürfen die Fahrer DRS beliebig einsetzen. Das hat aber auch zu einigen Problemen geführt. "Es gab einige Zwischenfälle, weil Leute beim DRS ans Limit gegen sind. Die Fahrer sind sich eigentlich einstimmig einig, dass man DRS auch abgesehen vom Rennen limitieren muss", meint Webber. "Bruno Senna hatte einen Unfall in Suzuka, ich einen am Freitag in Ungarn und auch mein Teamkollege Sebastian Vettel passierte deshalb ein Unfall."

Deshalb schlägt Webber vor, dass man auch im Training DRS nicht beliebig einsetzen sollen dürfte: "Vielleicht nur in den DRS-Zonen, oder auf den wichtigsten Geraden. Es sollte eine Einschränkung geben, dass man es nicht zu nahe am Kurvenausgang einsetzten dürfte."

Fotoquelle: xpb.cc

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