"Iceman" Kimi Räikkönen hat Lust auf ein Comeback in der Formel 1

Formel 1 2011

— 18.11.2011

Williams: Fahrerentscheidung vor Saisonende

Der Deal mit Kimi Räikkönen ist noch lange nicht in trockenen Tüchern, aber Williams will das zweite Cockpit noch vor Saisonende vergeben

Wenn die Formel-1-Saison 2011 in neun Tagen mit dem Grand Prix von Brasilien endet, sollte bereits feststehen, welche beiden Fahrer 2012 für Williams an den Start gehen werden. Von den derzeitigen Piloten hat nur Pastor Maldonado (nicht zuletzt wegen seiner venezolanischen Erdöl-Millionen) seinen Stammplatz sicher.

Zu Routinier Rubens Barrichello, der weiterhin im Rennen ist, gibt es drei Alternativen: Adrian Sutil, Valtteri Bottas - und Kimi Räikkönen. Der Weltmeister von 2007 hat nach zwei Jahren Pause wieder Lust auf die Formel 1 und setzt alle Hebel in Bewegung, um bei Williams unterzukommen. Seine in Dubai lebenden Manager David und Steve Robertson waren zuletzt persönlich in Abu Dhabi, um dort Verhandlungen zu führen.

Räikkönen: Pro und Contra

Die Entscheidungsträger bei Williams sind sich noch unschlüssig, in welche Richtung sie gehen sollen. Räikkönen würde viel Publicity bringen und damit möglicherweise auch Sponsoren anlocken, könnte Williams aber nur als Sprungbrett nutzen, um sich für 2013 bei einem Topteam ins Gespräch zu bringen. Außerdem ist aus früheren Jahren sein unberechenbarer Charakter bekannt - und mit DRS, KERS und den Pirelli-Reifen hat sich die Formel 1 seit 2009 enorm verändert.

Fest steht nur, dass die Entscheidung schon bald fallen wird: "Wir wissen, dass wir in den nächsten sieben Tagen irgendeine Entscheidung treffen müssen, auch wenn es uns im Moment schwer fällt", erklärt Williams-Anteilseigner Toto Wolff auf Anfrage von 'Motorsport-Total.com'. Die Frist bis zum Saisonende ist selbst auferlegt, denn: "Man muss mit den beteiligten Leuten richtig umgehen, damit die auch wissen, woran sie sind."

Gerüchte, wonach Räikkönen in Erwägung zieht, Williams-Aktien zu kaufen, entsprechen offenbar nicht der Wahrheit: "Das stand nie zur Debatte", stellt Wolff klar. Gleichzeitig berichtet die 'Sport Bild' allerdings, dass das Management des "Iceman" zwei potenzielle Investoren an der Angel hat, die angeblich mehrere Millionen Euro in der Tasche haben. Von Williams-Seite hört man nur, dass die Verhandlungen komplex sind und sich daher in die Länge ziehen.

Bottas mit starker Testleistung

Die Briten haben aber auch andere Eisen im Feuer und wollen die Türen zu Barrichello und Sutil noch nicht zuschlagen. Außerdem ist seit dem Young-Driver-Test in Abu Dhabi auch Testfahrer Bottas ein ernsthaftes Thema: "Valtteri hat das bestätigt, was man von ihm erwartet hat", lobt Wolff. "Ich halte ihn für einen zukünftigen Siegfahrer, und das hat er bestätigt. Er hat keine Fehler gemacht und er hatte einen guten Speed."

In Abu Dhabi erzielte Bottas an seinen zwei Tagen im FW33 eine Bestzeit von 1:42.367 gefahren und war damit um fast eine Sekunde schneller als Formel-2-Champion Mirko Bortolotti. Zum Vergleich: Maldonados Qualifying-Zeit am Samstag davor lag bei 1:41.760 - und zwar mit einer schnelleren Konfiguration als sie Bottas zur Verfügung stand, wie man hört. Doch wie bei Räikkönen herrscht auch beim jüngeren Finnen noch keine Einigkeit unter den Entscheidungsträgern.

Fotoquelle: Red Bull

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