Otmar Szafnauer ist über die positive Wende des Teams sehr erfreut

Formel 1 2011

— 19.11.2011

Szafnauer: Risiko besteht weiterhin

Vor dem letzten Saisonrennen 2011 hat Force India einen Vorsprung von 15 Punkten - Otmar Szafnauer: "Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben"

Durch die sechs Punkte von Abu Dhabi hat Force India den Vorsprung auf die Verfolger im Kampf um den sechsten Platz bei den Konstrukteuren ausgebaut. Erster Verfolger ist Sauber mit 15 Punkten Rckstand. Einen weiteren Punkt dahinter liegt Toro Rosso, die in Abu Dhabi leer ausgegangen sind. Im Interview erklrt Betriebsdirektor Otmar Szafnauer die Strategie vom vergangenen Rennen und fasst die Saison zusammen.

Frage: "Das Team hat in Abu Dhabi beide Autos in die Top 10 gebracht und den Abstand zu den Verfolgern in der Konstrukteurswertung ausgebaut. Luft alles nach Plan?"
Otmar Szafnauer: "Ja, es war gut, beide Autos in den Punkten zu sehen. Es war genau das, was wir zu dem Zeitpunkt gebraucht haben. Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Es ist immer noch ein Rennen brig. Es gibt immer noch ein Risiko. Dieses ist aber kleiner geworden."

Strategievielfalt

Frage: "Wir haben oft gesehen, wie das Team unterschiedliche Strategien probierte. In Abu Dhabi hat di Resta nur einen Stopp gemacht."
Szafnauer: "Es war der optimale Weg, ein Auto einen Stopp machen zu lassen und das andere zwei Mal zu stoppen. Wir werden nie wissen, was passiert wre, wenn wir bei beiden Autos eine Zweistoppstrategie gefahren wren."

"Wre Paul in der Lage gewesen, Michael Schumacher mehr herauszufordern als Adrian es tat? Am Ende lag Adrian hinter Michael. Wenn er nach dem zweiten Stopp vor ihm herausgekommen wre, htte er den Platz auch behalten. Aber letztendlich lag niemand zwischen Adrian und Paul. Also kann man sagen, dass es Paul nicht getroffen hat."

Frage: "Ist Paul nur einen Stopp gefahren, weil Sauber und Toro Rosso das gleiche probiert haben?"
Szafnauer: "Es hat das Risiko minimiert, weil es andere Piloten mit einer Einstoppstrategie gab. Deshalb war es die richtige Strategie. Was man nicht wusste war, wie sich die Reifen im Rennen verhalten werden. Es ndert sich oft von Freitag zu Sonntag, wenn man eine Weile mit ihnen gefahren ist. Die Strecke verbessert sich und die Temperaturen sind unterschiedlich. Bevor man es wei, nhern sich der weiche und der harte Reifen an und wenn das passiert, ist man mit einer Einstoppstrategie besser beraten."

Mit Teamarbeit zu Platz sechs

Frage: "Wir konnten gute Teamarbeit beobachten, als di Resta Sutil vorbeilie."
Szafnauer: "Es geht um den sechsten Platz in der Meisterschaft. Das ist es, worauf wir uns konzentrieren mssen. Wir sind ein Team."

Frage: "Ihr habt einen gesunden Vorsprung zu euren Rivalen. Um die Dinge herumzudrehen, msste ein extremes Resultat eintreten. Wie fhlst du dich, nach Brasilien zu gehen?"
Szafnauer: "Der Vorsprung ist nicht unbedeutend, aber auch nicht unberwindbar. In Brasilien mssen wir also alles Mgliche machen, damit wir beide Autos im Qualifying und im Rennen in die Top 10 bringen. Dinge, die nicht in unserer Macht liegen, wie das Wetter, mssen wir abwarten. Das Wetter kann einige unerwartete Resultate hervorbringen. Zu dieser Zeit kann es in Brasilien zu Regen kommen. Es ist also mglich."

Frage: "Im Vorjahr verlor das Team im letzten Rennen gegen Williams. War das eine gute Lektion, wie wichtig es ist, bis zum Ende Druck zu machen?"
Szafnauer: "Das ist exakt das, was wir versuchen, zu tun. Wir mssen unsere Leistung zum Ende hin maximieren. Ich denke, dass wir im Vergleich zum Vorjahr in einer besseren Position sind. Dennoch ist dieser sechste Platz nicht garantiert. Deshalb mssen wir weiterhin dafr kmpfen."

Frage: "Gibt es irgendwelche besonderen Herausforderungen in Interlagos?"
Szafnauer: "Ich denke, dass es dort fr uns gut laufen sollte. Vermutlich werden wir nicht die gleichen Vorteile wie in Abu Dhabi haben. Aber wir werden in Brasilien dennoch wettbewerbsfhig sein. Adrian mag den Kurs und ist dort fr gewhnlich sehr schnell. Wenn es nass sein sollte, werden wir sicher auch schnell sein. Wir mssen bers Wochenende hinweg lediglich solide Arbeit leisten, drfen keine Fehler machen und ein gutes Qualifying und Rennen fahren."

Positives Saisonfazit

Frage: "Wie wrdest du die Saison zusammenfassen?"
Szafnauer: "Hinsichtlich der Performance war es ein erfolgreiches Jahr. Wir haben im Vergleich zum Ende des Vorjahres Fortschritte gemacht. Wir haben uns stark verbessert, weil wir die Saison nicht als fnft- oder sechstschnellstes Team begonnen haben. Das sind wir aber jetzt."

"Wir mussten diese Entwicklung whrend der Saison machen, was viel Arbeit, Konzentration und Bemhungen vom gesamten Team erforderte. Das Gute ist, dass wir in der Lage waren, besser als im Vorjahr zu sein. Und noch viel wichtiger: Wir waren in der Lage, uns zusammenzuraufen, nachdem wir zu Beginn nicht dort waren, wo wir sein wollten."

Frage: "Max Chilton und Johnny Cecotto junior haben in Abu Dhabi am Young-Driver-Test teilgenommen. Bist du mit dem Ausgang des Tests zufrieden?"
Szafnauer: "Ich denke, dass sie beide einen tollen Job gemacht haben. Beide haben es sehr gewrdigt, fr das Team zu arbeiten. Und wir haben ihre Arbeit geschtzt. Aus Sicht des Teams haben sie die Sache gut gemacht und wir wnschen ihnen viel Glck fr die Zukunft."

Fotoquelle: Force India

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