Bruno Senna wird kommendes Jahr voraussichtlich nicht im Team bleiben

Formel 1 2011

— 20.11.2011

Renault: Alles schaut auf Senna

In Interlagos geht Eric Boulliers Team letztmalig unter dem Namen Renault an den Start - Bruno Senna steht beim Heimrennen im Fokus des Interesses

Renault kann das letzte Rennen der Saison im Vergleich zur Konkurrenz etwas gelassener angehen. In der Konstrukteurswertung liegt man mit 15 Zählern Vorsprung auf Force India auf Position fünf. Sollten Adrian Sutil und Paul di Resta ein normales Rennen fahren, dürfte der Vorsprung von Renault ausreichen. Zudem ist die Entwicklung am R31 hinfällig, da 2012 ein komplett neues Auto gebaut wird, das auf den unkonventionellen Auspuff des diesjährigen Modells verzichtet.

Im Fokus steht ganz klar Bruno Senna, der in Brasilien sein Heimrennen fährt. Durch die begeisterten Fans in Interlagos wird er einer der begehrtesten Interviewpartner des Wochenendes sein. "Ich bin sehr gespannt darauf, in meinem Heimatland zu fahren. Von Abu Dhabi bin ich direkt nach Brasilien gereist, um mich für alles vorzubereiten", berichtet er.

Viele Termine für Senna

"Es wird am Rennwochenende sehr viel los sein. Ich habe eine Vielzahl von PR- und Sponsorenterminen, die bis ins Rennwochenende gehen. Das sind zusätzliche Dinge, die ich aber zum größten Teil vor Donnerstag erledigt habe, damit ich meine Rennvorbereitungen wie gewöhnlich starten kann", so Senna.

"Es ist ein klassischer Kurs und mein Heimrennen, was es besonders speziell macht. Es gibt aber auch einige lange langsame Kurven im Mittelteil der Strecke. Wir müssen uns bestmöglich vorbereiten, damit wir eine Chance auf Erfolg haben. Es ist klar, dass es das letzte Rennen der Saison ist und die Leute sich an diese Performance erinnern werden", stellt er fest. "Durch die Streckencharakteristik wird es ein weiteres schwieriges Rennen."

"Mir ist bewusst, dass ich eine riesige Unterstützung haben werde. Das wird mir zweifellos bei meinem Vorhaben helfen, ein gutes Resultat fürs Team zu erzielen", schildert Senna. "Im vergangenen Jahr erfuhr ich, dass sie sich sehr um mich kümmern und mit sehr viel Leidenschaft dabei sind. Ich würde das gerne erwidern, indem ich ein Ergebnis erziele, auf das man stolz sein kann. Die Flaggen werden für die brasilianischen Fahrer im Feld geschwenkt. Das wird ein äußerst schönes Gefühl sein."

Petrow fürchtet Abstimmungsarbeit

"Es ist nicht einfach, das Auto in Interlagos richtig einzustellen", weiß Teamkollege Witali Petrow. "Man denkt, dass man bereits am Limit ist und versucht dennoch, noch mehr Druck zu machen - besonders in den Kurven sechs und sieben, die sehr besonders sind. Die Herausforderung liegt darin, das Auto richtig abzustimmen - und zwar so, dass es Samstag und Sonntag gut funktioniert."

"Manchmal regnet es auch, wie zum Beispiel im Vorjahr, als die Sicht und Aquaplaninggefahr unglaublich waren. Aber der Kurs ist immer noch sicher genug, um darauf zu fahren. Die Leute lieben es, hierhin zu kommen. Interlagos ist eine sehr aufregende Strecke", analysiert der Russe. "Das liegt am Charakter, mit der Geraden und den kleinen Biegungen, die es dir erlauben, ein bisschen Windschatten zu erhaschen. Brasilien wird ein sehr besonderes Rennen werden."

Teamchef Eric Boullier blickt dem letzten Rennen unter dem Namen Renault freudig gegenüber. Ab 2012 wird das Team nach langem Streit unter dem Namen Lotus an den Start gehen. "Es war eine lange und auslaugende Saison. Wenn man Punkte und positive Resultate erzielt, hilft das der Motivation des Teams und hält die Leute bei guter Laune. Auf der Gegenseite, wenn einem Team die Form fehlt und es Pech hat, dann ist es eine Herausforderung, die Stimmung oben zu halten."

"Während einer langen und harten Saison ist diese Herausforderung vorherrschend. Hoffentlich haben wir es während unserer harten Zeiten in den letzten Wochen geschafft, die Moral auf einem ordentlichen Level zu halten. Indien und Abu Dhabi waren schwache Rennen aus unserer Sichtweise, doch es ist wichtig, dass wir den Fokus beibehalten und das letzte Rennen der Saison genießen", so Boullier.

Fotoquelle: Renault

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