In den 1970ern war die Sicherheit in der Formel 1 noch nicht sehr weit

Formel 1 2011

— 20.11.2011

Schuchnig: "Sport hat sich unglaublich weiterentwickelt"

Karl Schuchnig betreut bei Red Bull die Gäste und fand vor mehr als 40 Jahren den Weg in die Formel 1: Erinnerungen eines Zeitzeugen

Seit 41 Jahren ist Karl Schuchnig Teil der Formel 1. Aktuell ist er bei Red Bull tätig und kümmert sich um die Gäste des Teams. Den Einstieg in die Formel-1-Welt ermöglichte ihm McLaren. "Mein erstes Rennen war der Österreich Grand Prix 1970", blickt er zurück. "Ich war 16 und immer noch in der Schule und lernte das Team durch einen Zufall kennen."

"Mein Onkel besaß eine VW-Werkstatt und zu dieser Zeit reisten die Teams oft von einer Strecke zur nächsten. McLaren kam direkt von Hockenheim nach Österreich. Sie mieteten vor dem Rennen einen Teil der Werkstatt meines Onkels. Es standen drei McLaren in der Werkstatt", berichtet er und fügt hinzu: "Natürlich ging ich jeden Tag dorthin."

"Da ich ein Einheimischer war, haben sie mich Dinge wie 'Wo bekommen wir dies und das her?' gefragt. Als sie zur Strecke gingen, die drei Kilometer entfernt war, haben sie mich gefragt, ob ich mitkommen wolle, um ihnen zu helfen", erinnert sich Schuchnig. "Es gab damals keine richtigen Boxen. Die Autos wurden nebeneinander unter ein Vorzelt gestellt und auf Ständern vorbereitet. Pro Auto gab es zwei Mechaniker. Mehr nicht."

"Mit Beginn des Trainings mussten wir die Autos, das Werkzeug, die Reifen, das Benzin und all dem, was wir noch brauchten, an die Boxenmauer bringen. Es war also eine Menge Arbeit." Auch die Aufgabenteilung war noch sehr einfach: "Der LKW-Fahrer war für die Ersatzteile zuständig. Es gab einen Chefmechaniker, einen Konstrukteur, einen Teamchef und nicht mehr.

"Es gab mit Ausnahme von Würstchen in Blätterteig keine Bewirtung. Das war das Standardessen, an das ich mich erinnern kann. Viele Würstchen in Blätterteig", schildert Schuchnig. "Es gab kein Marketing und es gab wenige Gäste. Betrachtet man die Strecken heutzutage, dann stellt man fest, dass sich viel geändert hat. Das Hauptthema ist die Sicherheit. Ich erinnere mich an Österreich. Da gab es fast keine Leitplanken."

"Die Fotographen standen direkt neben der Strecke. Wenn ein Auto die Fahrbahn verlassen hätte, wäre das nicht gerade schön gewesen", merkt er an. "Die Autos hatten Aluminiumchassis. Bei einem Unfall verbog es sich." Nach mehr als vier Dekaden hat Schuchnig aber kein bisschen von seiner Begeisterung verloren: "Es ist unglaublich, wie sich der Sport im Vergleich zu den Anfangstagen weiterentwickelt hat. Es ist faszinierend, großartiger Sport und ich liebe ihn genauso, wie es bei diesem ersten Rennen tat."

Fotoquelle: Schlegelmilch

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