Zwischen Hoffen und Bangen: Rubens Barrichello und Bruno Senna in der FIA-PK

Formel 1 2011

— 24.11.2011

Barrichello & Senna: War's das?

Rubens Barrichello und Bruno Senna stehen möglicherweise vor dem Aus in der Formel 1, hoffen aber auf eine weitere Chance im neuen Rennjahr

Ausgerechnet der Große Preis von Brasilien könnte das letzte Formel-1-Rennen für zwei Brasilianer sein. Vor dem Saisonfinale wissen Rubens Barrichello und Bruno Senna nämlich noch nicht, ob sie auch 2012 in der Startaufstellung der Königsklasse zu finden sein werden. Für die Lokalmatadoren von Williams und Renault gestaltet sich der Grand Prix in Interlagos also vielleicht sehr emotional.

Routinier Barrichello, der bereits Ende 2008 vor dem Aus in der Formel 1 stand, zeigt sich vor dem Trainingsauftakt auf seiner Heimstrecke aber gelassen. "Ich denke, es wäre traurig, wenn man sich Sorgen um die Zukunft machen müsste", sagt der 39-Jährige. "Ich hatte 19 angenehme Saisons. Ich bin also schon eine sehr lange Zeit dabei und war dabei stets gefragt. Ich fühle mich daher prima."

"Ich glaube, dass ich noch immer sehr viel Jugend in mir habe. Es ist ja nicht so, dass ich darum bettele, dass man mir noch einmal ein Cockpit gibt", stellt Barrichello klar und merkt an: "Wenn mich jemand fragt, ob ich auf konkurrenzfähiger Basis antreten möchte, dann deshalb, weil sie glauben, dass ich gute Arbeit leisten kann. Deshalb bin ich hier." Aber ist Barrichello auch 2012 dabei?

Diese Frage kann der Formel-1-Rekordstarter derzeit nicht beantworten. Seine jüngsten Ergebnisse, die bei Williams nicht gerade berauschend ausfielen, würden "keinen Unterschied in der öffentlichen Meinung" machen, sagt Barrichello. "Es kommt aber auf ganz andere Parameter an. Ich hoffe, all dies ist gut genug, um mir auch 2012 ein Cockpit zu bescheren." Landsmann Senna hofft ebenfalls.

"Schauen wir einmal", meint der 28-Jährige im Hinblick auf seine sportliche Zukunft bei Renault. "Ich arbeite sehr hart für diesen Platz. Hoffentlich wissen wir schon bald, wie die Zukunft aussieht." Kurios: Die Karrieren der beiden Brasilianer, die nun zu Ende gehen könnten, kreuzten sich vor Jahren schon einmal - was möglicherweise entscheidende Folgen für Barrichello und auch für Senna nach sich zog.

2009 dockte Barrichello nämlich bei Brawn an, wo auch Senna ein Thema gewesen war. Die weitere Entwicklung ist bekannt: Barrichello erlebte an der Seite des späteren Weltmeisters Jenson Button einen zweiten Formel-1-Frühling, während Senna erst 2010 mit HRT zu seiner Formel-1-Chance kam. Nach einer halben Saison bei Renault zieht der Neffe des berühmten Ayrton aber ein positives Fazit.

"Es war natürlich schwierig, gegen die Jungs anzutreten, die bereits getestet und die komplette Saison bestritten hatten. Diese Burschen sind keine Nasenbohrer, sondern die besten Fahrer der Welt. Es ist sehr befriedigend, da mitmischen zu können. Insgesamt war es eine gute Erfahrung", meint Senna und merkt an: "Es wäre aber besser gewesen, wenn ich das komplette Jahr hätte bestreiten können."

"Ich bin aber zufrieden mit den Ergebnissen. Es gab Höhen und Tiefen, doch die Leistung spricht normalerweise für sich selbst. Hoffentlich können wir die Saison auf einem Hoch beenden", erklärt der Renault-Pilot. In der WM-Tabelle rangiert Senna übrigens in direkter Nachbarschaft zu Barrichello mit zwei Punkten auf dem 18. Platz. Sein Landsmann bringt es als 17. auf vier Zähler aus 18 Rennen.

Fotoquelle: xpb.cc

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