Viele Fans wünschen sich ein Comeback von Superstar Kimi Räikkönen

Formel 1 2011

— 24.11.2011

Räikkönen, Renault und Co.: Warten geht weiter

Eric Boullier wartet auf ein Ja vom Vorstand, Kimi Räikkönen auf Williams und Colin Kolles hofft auf einen Verbleib von Daniel Ricciardo bei HRT

Vor Beginn des Saisonfinales 2011 gibt es in der Formel 1 noch neun Stammcockpits für 2012 zu vergeben: eines bei Renault, zwei bei Force India, zwei bei Toro Rosso, eines bei Williams, eines bei Caterham, eines bei HRT und eines bei Marussia. Allerdings liegt diese Rechnung nur den offiziellen Aussagen zugrunde.

So hat zum Beispiel Force India die Verträge mit Nico Hülkenberg und Paul di Resta schon vor Wochen fixiert und bei Marussia soll Charles Pic ebenfalls schon als Teamkollege von Timo Glock gesetzt sein. Damit bleiben noch sechs Fragezeichen offen - und manche von denen werden sich ebenfalls schon bald aufklären. Bei Renault (künftig Lotus) ist zum Beispiel Romain Grosjean die erste Wahl, wie man hört.

Boullier wartet auf Feedback von Genii

Tatsächlich steht die endgültige Entscheidung unmittelbar bevor: "Ich habe meine Wunschfahrer beim Vorstand deponiert. Ich warte auf ihre Entscheidung", bestätigt Teamchef Eric Boullier gegenüber 'Motorsport-Total.com'. Vieles deutet darauf hin, dass die Paarung Petrow/Grosjean lauten wird. Robert Kubica und Bruno Senna werden am Saisonbeginn definitiv nicht im zweiten Cockpit sitzen, weiß man schon seit Wochen von Teaminsidern.

Die wahrscheinlich interessanteste Aktie auf dem Transfermarkt ist zweifellos Kimi Räikkönen, der sich um ein Comeback bei Williams bemüht, um 2013 in ein Topteam zurückkehren zu können. Doch die seit Wochen laufenden Verhandlungen gestalten sich zäh und sind laut Informationen von 'Autosprint' bereits gescheitert. Williams-Teilhaber Toto Wolff dementiert auf Anfrage von 'Motorsport-Total.com' per E-Mail aus seinen Flitterwochen: "Es ist nichts passiert bis jetzt."

Sprich: Neben Räikkönen bleibt auch Testfahrer Valtteri Bottas ein Kandidat, ebenso wie Rubens Barrichello oder auch Adrian Sutil. Letzterer hat kürzlich auch bei HRT-Teamchef Colin Kolles sondiert, ob beim spanisch-deutschen Team Möglichkeiten bestehen, falls sich die Option Williams zerschlagen sollte. Doch Kolles, dem von den spanischen Eigentümern "Oldie" Pedro de la Rosa aufs Auge gedrückt wurde, sucht einen Fahrer mit viel Geld.

Das bedeutet, dass die Chancen von Vitantonio Liuzzi auf einen Verbleib enorm schwinden, obwohl der Italiener seinen Vertrag einhalten möchte: "Als wir begonnen haben, wussten wir, dass das keine einjährige Sache sein kann, wenn wir nach vorne kommen wollen", sagt der ehemalige Red-Bull-Junior. "Das Team hat mich engagiert, um ihnen zu helfen und Erfahrung einzubringen. Das läuft gut. Es sieht für die Zukunft positiv aus."

Trullis Vertrag nicht in Stein gemeißelt

Dann wäre da noch Young-Driver-Tester Dani Clos, der es für "nicht unmöglich" hält, bei HRT zu landen, aber weiß, dass das "von vielen Faktoren" abhängt: "Ich wäre gerne dabei - wenn nicht als Renn-, dann zumindest als Testfahrer." Grands Prix könnte er mit dem nötigen Kleingeld auch bei Lotus (künftig Caterham) fahren, denn dort steht Jarno Trulli trotz eines bestehenden Vertrags bis Ende 2012 vor dem Rausschmiss.

Und was ist mit Toro Rosso? Helmut Marko, Chef des Red-Bull-Juniorteams, hat mit Jaime Alguersuari, Sebastien Buemi, Daniel Ricciardo und Jean-Eric Vergne vier Fahrer, aber nur drei Formel-1-Cockpits - zwei bei Toro Rosso und eines bei HRT, sollte Red Bull die Kooperation mit HRT fortführen. Am wahrscheinlichsten ist nach aktuellem Stand der Dinge, dass Buemi durch den Rost fallen und von der Bildfläche verschwinden wird.

Ricciardo hat Red Bull mit seinen Vorstellungen bei HRT nicht so beeindruckt wie vor einem Jahr bei den Young-Driver-Tests, bei Kolles hat er aber sehr wohl einen erstklassigen Eindruck hinterlassen: "Ein großartiger Fahrer", schwärmt der Deutsche im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' vom Australier. Gut möglich also, dass Ricciardo oder Vergne Buemis Platz bei Toro Rosso einnehmen - und der jeweils andere für HRT fahren wird.

Das ist freilich auch eine Frage der Finanzierung, denn das HRT-Cockpit kostet Red Bull eine nicht unwesentliche Summe. Zwar behauptet Red Bulls Motorsportkonsulent Marko, man habe "einen GP2-Preis" für Ricciardos Stammplatz bezahlt, aber ein Insider sieht das anders: "Dann möchte ich aber wissen, wie viel Herr Marko für ein GP2-Cockpit zahlen muss!" Die genaue Summe entzieht sich derzeit unserer Kenntnis...

Fotoquelle: Red Bull

Weitere Formel 1 Themen

News

Rosberg-Rücktritt & Co.: Der Freitag in der Chronologie

News

Nico Rosberg: Die schönsten Jubelfotos

News

Formel-1-Live-Ticker: Droht Hamilton eine Suspendierung?

News

Formel-1-Live-Ticker: Der Sonntag in der Chronologie

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.