Eiskalter Verhandler: Bernie Ecclestone lässt sich nicht auf Spielchen ein

Formel 1 2011

— 24.11.2011

Ecclestone erteilt Austin eine Lektion

Die Veranstalter in Austin haben versucht, Bernie Ecclestone an die Wand zu drängen, doch der Formel-1-Zampano erteilt seinen Verhandlungspartnern eine Lektion

Wer sich in der Formel 1 auskennt, der weiß, dass man Bernie Ecclestone besser nicht an die Wand drückt, denn das könnte übel enden - eine Erfahrung, die die Veranstalter des für November 2012 geplanten Rennens in Austin gerade gemacht haben. Denn mit ihrem Versuch, nicht nach den Spielregeln des Grand-Prix-Zampanos zu spielen, sind sie kläglich gescheitert.

Bobby Epstein, einer der Investoren des Circuit of The Americas (CoTA), hatte heute in einer Stellungnahme erklärt, dass man nun endlich bereit sei, Ecclestone die bereits seit Juli fälligen 25 Millionen US-Dollar als Gebühr für 2012 sofort zu überweisen. Allerdings haben er und seine Partner nicht den Vertrag unterschrieben, den ihnen Ecclestone zugeschickt hat, sondern sie haben ohne Zustimmung des 81-jährigen Briten einen neuen Vertrag aufgesetzt.

Diesen Entwurf haben die CoTA-Verantwortlichen auch gleich unterschrieben und per Post an Ecclestone geschickt - mit der Bemerkung, die ursprünglichen Vertragsbedingungen seien "unrealistisch und undurchführbar" gewesen. Dass Ecclestone nicht so mit sich spielen lassen würde, war im Formel-1-Paddock in Sao Paulo sofort jedem klar - und bestätigte sich, als die Medienvertreter Gelegenheit hatten, ihn dazu zu befragen.

"Wir machen den Vertrag und vergeben den Event oder nicht. Sie vergeben nichts an uns", stellt der Formel-1-Geschäftsführer kompromisslos klar. "Die Wahrheit ist, dass sie sich nicht an die Bedingungen des Vertrags halten, obwohl sie ganz genau wissen, was drinsteht. Sie machen seit vier Monaten ihre Mätzchen. Es gibt zwei Partner, die sich streiten, zwei verschiedene Gruppen, aber unterm Strich hat keiner von beiden das Geld."

Dass Epstein seine Forderungen als "unrealistisch und undurchführbar" bezeichnet hat, lässt Ecclestone kalt: "Dann sollen sie halt nicht unterschreiben. Ich rate ihnen, den Vertrag nicht zu unterschreiben. Dann kriegen sie halt auch diese Chance nicht." Danach sieht es ohnehin nicht mehr aus, denn auf die Frage, ob er glaubt, dass es 2012 ein Formel-1-Rennen in Austin geben wird, entgegnet er nur: "Das bezweifle ich."

Außerdem sagt er über die Kritik aus Austin an seinen Vertragsbedingungen: "Der Kerl, der die Sache zuerst veranstalten wollte (Tavo Hellmund; Anm. d. Red.), hat das alles nicht für undurchführbar gehalten, und es ist nicht seine (Epsteins; Anm. d. Red.) Sache, es als undurchführbar zu bezeichnen. Stattdessen sollte er lieber zur Bank gehen und schauen, ob er ein bisschen Geld kriegen kann. Wenn er tut, was wir sagen, wird er einen Vertrag haben."

Allerdings ist in der Saga trotz der negativen Entwicklungen noch nicht aller Tage Abend. Zwar stehen die Bauarbeiten in Austin still, sodass Epstein gesagt hat, Ecclestone müsse den von Austin aufgesetzten Vertrag in den nächsten Tagen unterschreiben, damit der Zeitplan eingehalten werden kann. Aber Ecclestone antwortet auf die Frage, ob er sich vorstellen kann, Austin erst 2013 in den Kalender aufzunehmen: "Absolut!"

Fotoquelle: xpb.cc

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