Lewis Hamilton bekommt sein Leben wieder in den Griff: Ideallinie und Liebe

Formel 1 2011

— 24.11.2011

Hamilton auf Kuschelkurs bei Arbeit, Sport und Spiel

Der Abu-Dhabi-Sieg als sportlicher Schub, drei Tage in Los Angeles als Hoffnung für die Liebe: Lewis Hamilton sucht Neuanfang auf und abseits der Strecke

Jedes Ende ist gleichzeitig ein Anfang. Nach diesem Motto geht Lewis Hamilton das finale Saisonrennen in Brasilien an. Der Erfolg vor zwei Wochen in Abu Dhabi hat dem Briten neuen Schub verliehen, die Rückschläge im Verlauf des Jahres sind abgehakt. "Ich mag lieber auf die positive Ereignisse schauen. Ich habe drei Grands Prix gewinnen können: China, Deutschland und Abu Dhabi. Sicherlich hätte ich gern mehr Rennen gewonnen, aber es hätte auch nocht viel schlimmer laufen können", sagt er.

"Ich habe kürzlich mit einem weisen Freund gesprochen und ihm geklagt, es sei ein schwieriges und schlimmes Jahr gewesen. Er meinte dann, dass es doch ein Jahr gewesen sei, in dem ich wachse und reife. Er hat es positiv gesehen, einfach nur die guten Dinge erkannt. So ist es wohl, denn ich habe viel gelernt. Irgendwann in der Zukunft werde ich mal auf dieses Jahr zurückblicken und sagen: 'Ja, so etwas hast du gebraucht'."

Die Vorfreude auf das Rennen in Interlagos ist groß. Es soll ein Neuanfang werden, den Trend aus Abu Dhabi bestätigen und einen Lauf einläuten, der 2012 seine Fortsetzung finden soll. "Hier ist es immer unglaublich, eine tolle Atmosphäre. Man sieht so viele Fans in Gelb. Die sind etwas verrückt. Ich liebe es hier", erklärt Hamilton mit Blick auf den finalen Lauf in Brasilien. Genau dort hatte er 2008 seinen größten Triumph gefeiert.

Auch abseits der Rennstrecken will Hamilton wieder Ordnung in sein Leben bringen. Der Kontakt zur Familie wurde wieder intensiviert, nachdem er sich zuvor ganz bewusst von seinem Vater abgekapselt hatte. Kuschelkurs fährt der McLaren-Pilot auch wieder in Bezug auf seine vorerst gescheiterte Beziehung zu Nicole Scherzinger. "Ich war in Los Angeles, habe dort mehrfach sehr nett mit Nicole zusammen gegessen. Es war sehr schön", blickt Hamilton auf drei romantische Tage zurück.

Nach dem Trip nach LA baumelt eine neue Kette um den Hals den Briten, im Herzen keimt die Hoffnung auf eine Renaissance der Liebe. "Ich liebe Nicole immer noch. Ich weiß nicht genau, was in Zukunft passieren wird. Es ist aber durchaus möglich, dass ich wieder mit ihr zusammen sein werde." Für den Fall, dass dies möglicherweise nicht klappt, hat sich Hamilton nach Alternativfen aus dem Popgeschäft umgeschaut. "In New York habe ich Zeit mit Mary J. Blidge und Alicia Keys verbracht. Das war ziemlich cool."

Der Sport rückte beim Briten in den vergangenen Tagen in den Hintergrund. Schmetterlinge im Bauch statt Zucken im Gasfuß. "Ich habe nach dem Sieg in Abu Dhabi kaum noch an das Rennen gedacht. Am Mittwoch danach saß ich wieder im Simulator und habe auf dieses Rennen hingearbeitet. Außerdem sind seither andere nette Dinge passiert, die durchaus ebenso wichtig sind wie ein Rennsieg", erklärt er. Doch nun sei es noch einmal an der Zeit, von Romantik auf Aerodynamik umzuschwenken.

"Ich bin einer derjenigen, der nach Sebastian die zweitmeisten Rennen in diesem Jahr gewonnen hat", stellt Hamilton seine Bilanz in ein positives Licht. "Ich habe viel gelernt und werde im kommenden Jahr gestärkt daraus hervorgehen. Im Winter werde ich mir das alles noch einmal durch den Kopf gehen lassen. Dieses Jahr hat mich beispielsweise wieder einmal deutlich daran erinnert, wie wichtig es ist, enge Vertraute um sich zu haben - allen voran die Familie."

"Ich werde im Winter versuchen, mehr Zeit mit der Familie zu verbringen. Weihnachten bin ich in den Bergen, werde dort ein wenig Sport machen", blickt der Button-Teamkollege voraus. Neben Sport ist vor allem Arbeit am McLaren für 2012 auf dem Programm. Man müsse nun einen gewaltigen Sprung machen, meint Hamilton. "Red Bull hat auf Basis des tollen 2009er-Autos immer weiter zulegen können. Jetzt liegt es an uns, entsprechend darauf zu antworten."

"Wir müssen zusehen, dass wir im kommenden Jahr sofort ab dem ersten Rennen vorne dabei sind. Wenn uns das gelingt, dann habe ich keine großen Sorgen, denn unser Entwicklungstempo ist erstklassig. Das haben wir nicht nur in diesem Jahr gesehen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir im nächsten Jahr sofort bei der Musik sein werden", macht er sich und seinen McLaren-Mitstreitern Mut. "Jedes Jahr muss man sich erneut auf die Suche nach den besten Lösungen begeben."

"Ich bin sicher, 2012 wird ein tolles Jahr", meint der Weltmeister von 2008. Die Schatten der Saison 2011 will der Brite bis dorthin verjagt haben. Hamilton will wieder auf die Sonnenseite. Im Vergleich zu anderen Menschen gehe es ihm ohnehin sehr gut, meint er. Daher beteilige er sich sehr gern an einer Charityaktion von Senna-Schwester Viviane. Hamiltons Helm beim Saisonfinale wird ein besonderes Design (inklusive Senna-S) tragen. Dieser Kopfschutz wird anschließend zugunsten der Senna-Stiftung versteigert.

Fotoquelle: xpb.cc

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