Michael Schumacher und Rubens Barrichello werden keine Freunde mehr

Formel 1 2011

— 26.11.2011

Barrichello, Schumacher und ein Glas Wein...

Rubens Barrichello erklärt, warum er nicht mehr mit Michael Schumacher befreundet ist: "Ich hielt es einfach nicht länger aus"

Gute Freunde waren Rubens Barrichello und Michael Schumacher nie, doch spätestens seit Barrichellos verbitterten Interviews über die gemeinsame Ferrari-Zeit und einigen beinharten Duellen auf der Strecke ist aus einer früher einmal normalen Beziehung eine fast feindselige Rivalität geworden.

Das will Barrichello inzwischen auch gar nicht mehr schönreden: Er sei "nicht mehr" mit dem siebenfachen Weltmeister befreundet, gibt er in einem 'BBC'-Interview mit seinem ehemaligen Teamchef Eddie Jordan zu. "Mit einem Glas Wein in der Hand kann er sehr ehrlich sein. Ich habe die Zeiten, die wir gemeinsam hatten, genossen, aber so eine Beziehung haben wir nicht mehr", sagt der heutige Williams-Pilot.

Ein Tiefpunkt war der Grand Prix von Ungarn 2010, als Schumacher einen Überholversuch von Barrichello vereiteln wollte, indem er ihn fast in die Mauer drückte. "Als ich sah, dass es um einen Punkt geht - und ein Punkt ist für uns fast wie ein Sieg -, habe ich mich gefragt, wer der Kerl ist, gegen den ich kämpfe. Als ich sah, dass es Michael ist, musste ich lachen, denn ich habe mir gesagt: 'Da setzt du jetzt alles dran'", erinnert sich der Brasilianer.

Getrübt wurde das persönliche Verhältnis aber schon viel früher, als er bei Ferrari mehr oder weniger offen zur Nummer zwei abgestempelt wurde und in Österreich 2002 in Führung liegend Platz machen musste - Jean Todts Funkspruch "Let Michael pass for the championship" ist ein Stück Formel-1-Geschichte und immer noch ein Stich in Barrichellos Herz. Daher war es Ende 2005 an der Zeit, aus Schumachers Schatten zu treten.

"Ich habe mich entschieden, Ferrari ein Jahr vor dem Ende meines Vertrags zu verlassen. Ich hielt es einfach nicht länger aus", erinnert sich der 39-Jährige. "Als sie mir sagten, dass sie entschieden haben, dass ich keine Chance bekomme und sich alles nur um Michael, Michael, Michael dreht, habe ich gesagt: 'Okay, aber ich ertrage das nicht mehr. Ich will gewinnen, also probiere ich lieber etwas anderes aus.'"

Derzeit fährt er für Williams, morgen möglicherweise den letzten Grand Prix seiner Karriere. "Ich wurde in Interlagos geboren", gibt er vor seinem Heim-Grand-Prix zu Protokoll. "Mein Herz ist hier und ich bin meine ganze Karriere lang hier gefahren. Dieser Ort hat einfach gute Vibrations. Wenn ich morgens durch das Tor komme, winken mir die Leute zu und rufen: 'Komm schon, du packst es!' Ich fühle mich hier einfach wohl."

Fotoquelle: xpb.cc

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