Kovalainen lässt sich von einer guten Runde Trullis nicht mehr verrückt machen

Formel 1 2011

— 29.11.2011

Wie sich Kovalainen bei Lotus wandelte

Heikki Kovalainen und Mike Gascoyne sind einer Meinung, dass der Finne sein bei McLaren verlorengegangenes Selbstbewusstsein bei Lotus wiedergefunden hat

Lotus hat 2011 das Minimalziel erreicht: Die Truppe von Tony Fernandes schloss die Saison wie schon im Vorjahr als bestes der "neuen" Teams ab, der Sprung ins Mittelfeld gelang allerdings nicht. Doch obwohl die Fortschritte auf den ersten Blick nicht sichtbar sind, gibt es ermutigende Tendenzen. Heikki Kovalainen schwärmt bei der Saisonanalyse gegenüber der 'BBC' von seiner Truppe: "Ich finde, man sollte ihnen die maximale Punktezahl geben."

Nachdem Fernandes und Technikchef Mike Gascoyne ob der schmeichelnden Bewertung in schallendes Gelächter ausbrechen, argumentiert der Finne sein Urteil: "Im Ernst: Sie haben großartigen Einsatz gezeigt und es ist eine tolle Errungenschaft, in zwei Jahren so weit zu kommen. Die Lücke zu den Autos vor uns wird kleiner - das ist das Wichtigste. Wir sehen wie ein Profiteam aus, wir arbeiten wir ein Profiteam - und nächstes Jahr sind wir kein junges Team mehr, wir zählen bereits zu den etablierten."

Kovalainen mit eigener Leistung hochzufrieden

Der ehemalige McLaren-Pilot möchte nun mit Lotus, das nächstes Jahr Caterham heißen wird, den nächsten Schritt machen: "Ich glaube, dass wir das schaffen, dass wir dafür bereit sind. Ich bin es jedenfalls." Kovalainen strotz derzeit vor Selbstbewusstsein. Das zeigt sich auch in seinen Ergebnissen: Der Finne, der neben Lewis Hamilton bei McLaren noch unterging, besiegte Jarno Trulli 2011 im Qualifying-Duell mit 16:2.

Wie bewertet er seine eigene Saison? "Ich würde mir gerne eine hohe Punktezahl geben", schwankt er zwischen Bescheidenheit und Stolz. Seine Chefs werfen währenddessen ein, dass zehn von zehn Punkten tatsächlich angebracht wären. Eben erst in Brasilien hatte Kovalainen dies wieder untermauert, als er im Qualifying lange hinter Trulli zurücklag, aber am Ende eine um drei Zehntel schnellere Zeit in den Asphalt brannte.

Der neue Kovalainen

"Ich glaube, dass die Teams das von einem erwarten", stapelt er tief. Der Lotus-Pilot bestätigt, dass er sich nach den schwierigen Renault- und McLaren-Zeiten rehabilitiert hat. "Ich hatte in den vergangenen Jahren etwas an Selbstvertrauen eingebüßt", gibt er zu. "Damals habe ich gespürt, dass es nicht gut läuft. Was auch immer ich getan habe, hat nicht funktioniert. Ich musste zurück zum Start und viele Dinge ändern. Jetzt funktioniert es wirklich gut und ich habe im Fahrerlager jetzt wirklich viel mehr Selbstvertrauen. Ich funktioniere in jeglicher Umgebung gut."

Eine Selbsterkenntnis, die auch Technikchef Gascoyne bestätigt: "Ich stimme Heikki wirklich zu, dass er sein Selbstvertrauen eingebüßt hatte, als er zu uns kam. Wenn Jarno an einem Wochenende schnell war, dann redete er sich heraus und verlor Zeit. Dieses Jahr fuhr er aber im Qualifying raus und leistete mehr, als wir von ihm erwartet hatten. Er hat wirklich gelernt, im Hinterkopf zu haben, dass Jarno schnell ist, und dann das Maximum herauszuholen. In der zweiten Saisonhälfte würde ich Heikki auf jeden Fall zehn von zehn Punkten geben."

Fotoquelle: Team Lotus

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