Ex-Formel-1-Fahrer Johnny Herbert ist vom Talent von Adrian Sutil überzeugt

Formel 1 2011

— 30.11.2011

Herbert von Sutils Potenzial überzeugt

Durch das Räikkönen-Comeback hat sich für Adrian Sutil nichts geändert, aber Johnny Herbert befürchtet, dass die guten Leistungen zu spät kommen könnten

Der ehemalige Grand-Prix-Pilot Johnny Herbert ist beeindruckt von den Leistungen, die Adrian Sutil in den letzten Saisonrennen gezeigt hat. Denn seit feststeht, dass der Deutsche bei Force India kein Stammcockpit mehr bekommt, hat er noch einmal ordentlich zugelegt. Highlight war der Grand Prix von Brasilien am vergangenen Wochenende, wo er aus eigener Kraft sogar Nico Rosberg im Mercedes niederfightete.

Einen großen Fürsprecher hat er in Johnny Herbert, den ehemaligen Berater des damaligen Spyker-Teams, für das Sutil 2006 als Freitagsfahrer in die Formel 1 eingestiegen ist. "Ich kenne ihn schon seit 2006 und habe von Anfang an gemocht, was ich von ihm gesehen habe", schreibt der Brite in seiner Kolumne für 'The National'. "Er testete am Freitag des Japan-Grand-Prix und war sofort schnell." Im Regen sogar schneller als Teamkollege Christijan Albers.

Von Anfang an überzeugend

"Er fühlte sich im Auto wohl und machte den Eindruck, als gehöre er in die Formel 1", erinnert sich Herbert. "Er hatte sich in der Formel-3-Euroserie gegen den hoch eingeschätzten Lewis Hamilton gut verkauft und kam als sehr angenehmer und ausgeglichener junger Mann rüber. Ich war mir sicher, dass er eine große Zukunft in diesem Sport vor sich haben würde, aber jetzt verlässt er Brasilien in die Winterpause und weiß nicht, wo er 2012 fahren wird."

Ziemlich sicher nicht bei Renault, wo Kimi Räikkönen unterschrieben hat, dafür aber vielleicht bei Williams, wo er neben Rubens Barrichello als aussichtsreichster Kandidat gilt. Das Räikkönen-Comeback hat für Sutil-Manager Manfred Zimmermann keine unmittelbaren Auswirkungen: "Da ich es geahnt habe, beeinflusst es unsere Zukunft nicht unmittelbar." Wenn, dann nur positiv: "Der Markt ist mit der Verpflichtung nicht größer geworden", unterstreicht er gegenüber der 'dpa'.

Zimmermann kann in den Verhandlungen mit Williams-Vorstandschef Adam Parr nicht nur die sportlichen Leistungen seines Schützlings als Argument in die Waagschale legen, sondern auch eine finanzielle Mitgift in der Höhe von kolportierten fünf Millionen Euro abzüglich Sutils Gage. Viele Insider überrascht, dass das nicht gereicht hat, um Vijay Mallya zu überzeugen, insbesondere angesichts des mit 42:27 Punkten relativ deutlich gewonnenen Stallduells gegen Paul di Resta.

42:27 Punkte, 10:9 gewonnene Qualifyings

Aber: "Er wurde von di Resta, seinem Rookie-Teamkollegen, dominiert", findet Herbert trotz der knapp positiven Qualifying-Bilanz (10:9). "Di Resta ist eingestiegen und hat in seinem ersten Jahr einen großartigen Job gemacht. Es hat bis zum letzten Monat gedauert, ehe sich Sutil richtig durchsetzen konnte. Das hat er mit seiner exzellenten Fahrt in Brasilien demonstriert, wo er den Mercedes von Nico Rosberg aus eigener Kraft geschlagen hat."

"Di Resta verdient für ein gutes erstes Jahr Anerkennung, aber Sutil hat bewiesen, dass er das Force-India-Team dominieren kann. Aus diesem Grund hoffe ich, dass es nicht schon zu spät ist", befürchtet der Brite. "Wenn er nicht bei Force India bleibt, dann wünsche ich ihm, dass er woanders ein Cockpit findet, denn es wäre extrem schade, wenn er beim Beginn der nächsten Saison im März in Melbourne nicht mehr am Start sein sollte."

Fotoquelle: xpb.cc

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