Maria de Villota behauptet, knapp vor einem Formel-1-Vertrag zu stehen

Formel 1 2011

— 30.11.2011

Holt Renault eine Frau als Testfahrer?

20 Jahre nach Giovanna Amati steht wieder eine Frau vor dem Sprung in die Formel 1: Maria de Villota könnte Testfahrerin bei Renault werden

Nach der gestern bekannt gegebenen Verpflichtung von Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen bahnt sich beim Renault-Team offenbar der nächste große Coup an: Zum ersten Mal seit 20 Jahren könnte der künftige Lotus-Rennstall wieder einer Frau einen Fahrervertrag geben, wenn auch zunächst nicht für Grand-Prix-Einsätze.

Maria de Villota durfte im August in Le Castellet einen Formel-1-Renault aus der Saison 2009 testen und hinterließ dabei gute Figur. Zwar soll ihr Speed nicht erleuchtend gewesen sein, aber ansonsten dürfte sie tadellose Arbeit abgeliefert haben. Nun scheinen die Verantwortlichen an einer Verpflichtung als permanente Testfahrerin interessiert zu sein. Zumindest wurde darüber am Rande des Saisonfinales in Sao Paulo gesprochen.

"Ich bin sehr zufrieden", berichtet die 31-Jährige im Interview mit der 'Marca' von ihrer Reise nach Brasilien. "Ich habe das Team unterstützt und gleichzeitig die letzten Details geklärt." Jetzt sei es nur noch eine Frage von Tagen, bis der Vertrag unterschrieben wird - möglicherweise noch dieses Jahr "oder sonst im Januar" rechnet sie mit der finalen Einigung und freut sich darüber: "Nächstes Jahr könnte ein Sprungbrett für 2013 sein."

De Villota ist für die Marke Lotus in vielerlei Hinsicht interessant: Erstens wird eine Frau in der Formel 1 zumindest eine Zeit lang für Schlagzeilen sorgen, zweitens bringt sie Sponsorengelder in Millionenhöhe mit und drittens genießt sie die Unterstützung von Bernie Ecclestone. Beim Le-Castellet-Test war der 81-jährige Brite, der sich seit Jahren eine Frau in der Formel 1 wünscht, sogar persönlich anwesend.

"Bernie steht hinter mir. In Brasilien hat er mir gesagt, dass er an mich glaubt", berichtet die Blondine aus Madrid. Kein Wunder, denn dass zum letzten Mal eine Frau einen festen Formel-1-Vertrag hatte, ist schon eine Weile her: Die Italienerin Giovanna Amati versuchte 1992 auf Brabham bei den ersten drei Saisonrennen ohne Erfolg, sich für einen Grand Prix zu qualifizieren. Ihr Teamkollege damals: ein gewisser Damon Hill...

Fotoquelle: xpb.cc

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