Sebastian Vettel sind die Gefahren des Erfolgs bewusst

Formel 1 2011

— 01.12.2011

Vettel: "Es darf einem nicht zu Kopf steigen"

Wie Sebastian Vettel mit dem enormen Erfolg umgeht, wo er die Gefahren sieht und wieso der Weltmeister dringend Erholung braucht

Sebastian Vettel ist Formel-1-Dominator und -Fan in einer Person. Der Heppenheimer macht keinen Hehl daraus, dass ihn die Geschichte seines Sports fasziniert, in Monaco verfolgte er einmal auf der groen Videoleinwand im Hafen voll konzentriert die Wiederholung des Freien Trainings, an dem er selbst teilgenommen hatte - aus purer Begeisterung fr die Knigsklasse des Motorsports.

Doch inzwischen ist Vettel selbst Teil der Geschichte. "Ich versuche, nicht daran zu denken", gibt er zu, dass sich der das fr ihn seltsam anfhlt. "Das ist ein bisschen Selbstschutz. Ich liebe die Formel 1, liebe es, diese Autos zu fahren, interessiere mich sehr fr die Geschichte. Es ist groartig, Teil eines Sports zu sein, in dem man sich eines Tages mit Alain Prost, Senna, Michael vergleichen kann - oder Jackie Stewart, Jochen Rindt, wenn man noch ein bisschen weiter zurckgeht. Das ist auergewhnlich."

Vettel: Wie lange hlt das Hoch noch an?

Noch will er seine Erfolge aber nicht mit zu viel Bedeutung fllen. "Diesen Gedanken hin und wieder mal zuzulassen, ist ganz schn und in Ordnung, aber er darf einem nicht zu Kopf steigen." Die Gefahr ist gro, sich zu sehr fallen zu lassen, den Moment zu sehr zu genieen, und so den Biss fr zuknftige Herausforderungen zu verlieren.

Denn Vettel wei: Es geht schneller als man glaubt und man befindet sich mitten im Feld, anstatt um den Sieg zu kmpfen. "Es gibt keine Garantien", sagt er. "Vielleicht mssen wir nchstes Jahr kmpfen, um berhaupt in die Punkte zu kommen, vielleicht mssen wir manchmal kmpfen, um auf das Podium zu kommen. Das macht umso besonderer, was wir erreicht haben."

Dem Heppenheimer ist bewusst, dass starke Leistungen in der Formel 1 nicht immer die Wertschtzung erhalten, die sie verdienen wrden. Daher fhlt er sich privilegiert: "Ich nehme es nicht als selbstverstndlich hin, vorne zu starten und auf dem Podium zu landen, denn vor nicht allzu langer Zeit bin ich Toro Rosso gefahren, war 18. in der Startaufstellung, fuhr ein starkes Rennen, wurde 16. - aber es hat niemanden interessiert. So ist es halt. Damals habe ich davon getrumt, irgendwann einmal auf dem Podium zu stehen."

Wenn Siege zur Normalitt werden

Inzwischen ist der Red-Bull-Pilot allerdings 21-facher Grand-Prix-Sieger. "Natrlich werden manche Dinge normal", gibt er zu. "Wenn du ein schlechtes Rennen hast und Fnfter wirst, obwohl du gewinnen httest knnen, wirst du nicht zufrieden sein. Man muss die Dinge immer in die richtige Perspektive setzen und darf nicht vergessen, wo man herkommt."

Genauso wichtig ist es fr Vettel, sich manchmal aus dem Leben in der ffentlichkeit zurckzuziehen. Der zweifache Weltmeister gibt kaum etwas ber sein Privatleben Preis und wei die Zeit im Winter gut zu nutzen, um sich fr die nchsten Herausforderungen zu rsten. "Man vergisst manchmal, wie lang die Saison eigentlich ist", gibt er Einblicke in sein Leben. "Es geht Mitte Januar los, im Februar die Tests - und dann geht es das ganze Jahr lang fast jeden Tag dahin. Jetzt haben wir fast Dezember. Da bleibt in der Offseason nicht viel Zeit, um die Batterien aufzuladen, also hat das jetzt oberste Prioritt."

Fotoquelle: xpb.cc

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