Mit Kimi Räikkönen will Lotus 2012 zu den Top-Teams aufschließen

Formel 1 2011

— 03.12.2011

Lopez: Mit Räikkönen an die Spitze

Für Gerard Lopez ist die Verpflichtung von Kimi Räikkönen ein Motivationsschub für das gesamte Team - Die positiven Reaktionen überraschen den Teambesitzer

Gestern fand sich Kimi Räikkönen zu einem ersten Kennenlernen bei seinem neuen Arbeitgeber ein. Bei seinem Besuch in der Renault-Fabrik im britischen Enstone lernte der Finne seine zukünftigen Kollegen kennen und bekam einen ersten Einblick in die Entwicklung für 2012. Für den Geschäftsführer des Teams, das im kommenden Jahr unter dem Namen Lotus in der Formel 1 antreten wird, war der Besuch des Neuzugangs ein motivierendes Erlebnis für die ganze Belegschaft.

"Es war gut. Kimi heute zum Team kommen zu lassen, war die richtige Entscheidung", sagt Gerard Lopez. "Durch die Verpflichtung von Kimi als Rennfahrer haben wir auch intern ein deutliches Zeichen gesetzt, was für das Team, die Ingenieure, Mechaniker, für jeden in der Firma eine gute Sache ist. Das ist sehr motivierend. Ich habe noch nicht mit allen gesprochen, aber es scheint eine motivierende Entscheidung gewesen zu sein."

Der Speed sprach für Räikkönen

Den Grund für die Verpflichtung des Finnen brachte Lopez schnell auf den Punkt: "Einfach gesagt: Er ist schnell." Das Team müsse leistungsfähiger werden, und dazu brauche man auch einen schnellen Fahrer. Seien bisherigen Piloten scheinen den Anforderungen des Spaniers bisher in dieser Beziehung nicht gerecht worden zu sein: "Wir haben einigen Fahrern die Gelegenheit gegeben, sich zu beweisen. Sie waren zwar okay, aber haben nicht alle unsere Erwartungen erfüllt." Bei Räikkönen ist Lopez hingegen der Meinung: "Kimi hat bewiesen, dass er einer der besten Fahrer überhaupt ist."

Daran bestehen im Formel-1-Fahrerlager wohl keine Zweifel. Anders sieht es jedoch bei der Motivation des 32-Jährigen aus. Die bisweilen lustlos-lethargische Art Räikkönens hatte ihm in der Vergangenheit manche Kritik eingebracht. Davon sei laut Lopez jedoch nichts mehr zu spüren: "Er ist motivierter denn je. Je mehr Leute seine Motivation infrage stellen, umso besser, denn das wird ihn nur noch mehr anstacheln. Es ist wichtig, das wir mit dem Team dahin kommen, wo wir sein wollen, und das ist unter den Top-Teams der Formel 1."

Mit dem Weltmeister von 2007 will Renault zukünftig wieder positive Schlagzeilen schreiben. Das war in der abgelaufenen Saison nicht immer der Fall gewesen. Die Entlassung Nick Heidfelds, öffentlich Kritik an den Fahrern sowie eine entsprechende Retourkutsche von Witali Petrow in russischen Medien hatten am Image des Rennstalls gekratzt. Nun Räikkönen in die Formel 1 zurückzuholen, bringt Pluspunkte in der Außendarstellung. Allerdings bestreitet Lopez, dass es sich hierbei um eine PR-Aktion handelt.

Kampfansage an die Konkurrenz

"Wir treffen unsere Entscheidungen nicht, damit die Außenwelt Notiz von uns nimmt, sondern um das Team erfolgreicher zu machen. Auch wenn die Leute glauben, dass einige unserer Entscheidungen aus wirtschaftlichen Gründen erfolgt sind, so ging es dabei nur um das Team", stellt Lopez klar und fährt fort: "Wenn du als Mittelfeld-Team Kimi verpflichtest, dann mit der Absicht, an die Spitze zu kommen. Und jeder weiß: Wenn wir ihm ein gutes Auto geben, kommen wir an die Spitze."

Mit dem gewaltigen Medienecho, welches die Verpflichtung Räikkönens ausgelöst hat, hatte Lopez nach eigenen Angaben nicht gerechnet: "Ja, was die Presse betrifft, war ich überrascht, denn ich hatte keine Erwartungen, weder positiv noch negativ. Nach allem, was ich bisher gesehen habe, bin ich positiv überrascht. Ich sehe dem Ganzen freudig entgegen, was bei der Presse ähnlich zu sein scheint. Und die Fans freuen sich auch drauf."

Fotoquelle: Renault

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