Die Pirelli-Reifen trugen wesentlich zur aufregenden Formel-1-Saison bei

Formel 1 2011

— 03.12.2011

10 Tonnen Reifenabrieb: Pirellis andere Saisonbilanz

Nach der ersten Saison als Reifenlieferant in der Formel 1 lässt Pirelli Zahlen sprechen - 2011 kamen insgesamt 24.000 Pneus zum Einsatz

Mit Pirelli betrat Anfang 2011 ein neuer Reifenlieferant die Formel-1-Bühne. Nachdem die Italiener letztmals im Jahr 1991 in der Königsklasse aktiv waren, lösten sie vor der Saison Bridgestone als Alleinausstatter ab. Nach Saisonschluss wurde bei Pirelli auch in quantitativer Hinsicht Bilanz gezogen. Unter dem Strich kam heraus, dass im Saisonverlauf insgesamt 24.000 Reifen verwendet wurden, 21.100 Trockenreifen und 2.900 Regenreifen.

Insgesamt hatte Pirelli aber fast 35.000 Pneus zur Verfügung gestellt, unter anderem 6.000 Reifen für die Tests. Nach dem Ende ihrer Lebensdauer, die bei den Slicks im Durchschnitt 120 Kilometer betrug, wanderten die Gummiwalzen allerdings nicht in die Mülltonne, sondern wurden allesamt recycelt. Beziehungsweise das, was davon noch übrig war, denn über den gesamten Saisonverlauf hinweg verbleiben insgesamt 10.200 Kilogramm Gummiabrieb auf den 19 Formel-1-Rennstrecken.

Bei seiner Rückkehr in die Formel 1 wurde Pirelli vor eine besondere Herausforderung gestellt: Es sollten bewusst Reifen mit einer geringeren Haltbarkeit produziert werden. Dadurch sollten die Rennen unberechenbarer werden und mehr Überholmanöver stattfinden. Dieses Ziel wurde auf jeden Fall erreicht. Insgesamt zählte Pirelli nach dem Rennen in Abu Dhabi 1.120 Überholvorgänge. Bei den trockenen Rennen lag die Türkei mit 126, bei den Regenrennen Kanada mit 125 Überholmanövern an der Spitze.

Beide Werte stellen absolute Rekordmarken in der Formel-1-Historie dar, allerdings darf hierbei nicht außer Acht gelassen werden, dass DRS und KERS hieran auch einen erheblichen Anteil hatten. Rekordverdächtig war auch die Anzahl der Boxenstopps. 2011 steuerten die Piloten 1.111-mal die Box an, wobei jedoch 22 Durchfahrtstrafen und vier Stop-and-go-Penaltys mitgerechnet wurden. Im Schnitt gab es pro Rennen 58,4 Stopps, jeder Fahrer suchte demnach in jedem Grand Prix durchschnittlich 2,25 Mal die Box auf.

Am meisten gefordert wurden die Reifen auf den Strecken in Barcelona und Suzuka. Die vielen schnellen Kurven dort fraßen den Gummi, auch wenn die größte Belastung Einzelbelastung die Kurve acht von Istanbul war. Monza und Montreal hingegen war aus Sicht der Reifen die einfachsten Strecken. Und einen Rekord kann sich Sergio Perez ins Notizbuch schreiben. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 349,2 km/h, gemessen in der Qualifikation in Monza, war der Mexikaner der schnellste Pirelli-Fahrer in der Formel 1 2011.

Fotoquelle: Pirelli

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