Für Damon Hill wird Sebastian Vettel auch 2012 nur schwer zu schlagen sein

Formel 1 2011

— 04.12.2011

Hill: Vettels große Herausforderung steht noch bevor

Für Damon Hill ist Sebastian Vettel ein außergewöhnlicher Fahrer - Nach Ansicht des Briten steht ihm die wirkliche Härteprüfung aber noch bevor

An Sebastian Vettels Fähigkeiten bestehen nach dieser triumphalen Saison Formel-1-Saison und der erfolgreichen Titelverteidigung wohl kaum noch Zweifel. Auch für Damon Hill, als Weltmeister des Jahres 1996 einer der Vorgänger von Vettel, steht die Klasse des Deutschen derzeit außer Frage: "Er ist wirklich sehr, sehr gut, außergewöhnlich. Er ist jung und zur richtigen Zeit am richtigen Ort", sagte der 51-Jährige in 'The Flying Lap'.

Aufgrund des momentanen Kräfteverhältnisses zählt Vettel für den Briten auch im kommenden Jahr zu den Sieganwärtern: "Wenn man bedenkt, dass sich über den Winter daran nichts ändern wird, fällt es schwer zu glauben, dass ihn jemand schlagen kann." Allerdings dürfe Red Bull sich nicht auf den Erfolgen ausruhen, da die Konkurrenz nicht schlafen würde: "McLaren wird sicherlich nicht aufgeben. Sie werden sich Schritt für Schritt herankämpfen und Druck ausüben."

Auch gibt Hill zu bedenken, dass die derzeitige Red-Bull-Dominanz womöglich schnell vorbei sein könnte: "Bereits eine kleine Regeländerung könnte die Red Bull hart treffen und schon könnte es schwierig werden." Das beste Beispiel dafür lieferte in diesem Jahr der Grand Prix von Großbritannien. Nachdem die Regeln im Bereich des auspuffangeströmten Diffusors für dieses Rennen geändert wurden, verschob sich das Kräfteverhältnis schlagartig zugunsten von Ferrari.

Für Hill wäre ein solcher Fall eine endgültige Härteprüfung für Vettel. Denn der ehemalige Williams-Pilot ist der Meinung: "Die wahre Stärke eines Rennfahrers zeigt sich erst in solch einer Situation, wenn du erst ganz vorne gefahren bist und dann auf einmal nicht mehr jedes Wochenende gewinnen kannst. Das ist eine wirkliche Herausforderung."

"Da erst zeigt sich, was ein Fahrer leisten kann und ob er seine Motivation beibehalten kann." Hier verweist der Brite auf ein prominentes Beispiel, dem dies nicht gelungen ist: "Bei Kimi Räikkönen ging in dieser Situation die Motivation verloren, was aber auch verständlich ist, wenn man vorher gewöhnt war, immer zu gewinnen", so Hill abschließen in 'The Flying Lap'.

Fotoquelle: xpb.cc

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