Peter Sauber ist erfreut, dass die angeblasen Diffusoren Vergangenheit sind

Formel 1 2011

— 05.12.2011

Sauber: Abwärtstrend durch Diffusor

Nach einem starken Saisonstart hatte Sauber gegen Ende der Saison zu kämpfen - Peter Sauber kritisiert die Unentschlossenheit der FIA Mitte der Saison

Die Saison von Sauber begann vielversprechend. Besonders Kamui Kobayashi zeigte starke Leistungen und brachte das Team auf Position sechs bei den Konstrukteuren. Doch mit der Diskussion um den angeblasenen Diffusor kam Sauber ins Straucheln. Das Team unterbrach die Entwicklung dieses aerodynamischen Hilfsmittels und wurde von den Konkurrenten überrumpelt. Am Ende konnte man durch Kobayashis neunten Platz in Interlagos Toro Rossos Angriff abwehren und Platz sieben holen.

"Dieses Duell war am Ende enger geworden, als uns lieb sein konnte", erinnert sich Peter Sauber in seiner Kolumne für den 'Blick'. "Nach Korea hatten uns einige Beobachter sogar abgeschrieben, prophezeiten uns Rang acht in der Team-WM. Am Ende lagen sie falsch. Wir haben die Italiener in Interlagos aus eigener Kraft besiegt. Entsprechend ausgelassen war die Stimmung. Es war wichtig, die Saison emotional positiv abzuschließen."

"Das galt insbesondere auch für Kobayashi, der ein schwieriges Jahr hinter sich hat. In der zweiten Saisonhälfte war bei ihm der Wurm drin, insofern waren das Finale und der neunte Platz für ihn ein großer Befreiungsschlag", freut sich der Sauber-Teamchef. Kommendes Jahr wird der Japaner seine dritte Formel-1-Saison bestreiten. Auch sein Teamkollege Sergio Perez bleibt im Team.

Dann hofft Sauber, dass man nicht noch einmal solch einen Abwärtstrend durchmachen muss. Entstanden ist das Problem durch das unentschlossene Handeln der FIA: "Verantwortlich dafür waren das Thema angeblasener Diffusor und das so genannte 'Off-Throttle-Blowing', also das Nutzen von Auspuffabgasen, die mittels elektronischer Motorsteuerung erzeugt werden, obwohl der Fahrer gar kein Gas gibt und das Triebwerk keine Leistung produziert", so Sauber.

"Wir stoppten diese Entwicklung, nachdem die FIA ein Verbot angekündigt hatte. Das erwies sich als Fehler, weil die FIA einen Rückzieher machte und diese bizarre Technologie wieder zuließ", kritisiert er. "So gerieten wir in der zweiten Hälfte arg in die Defensive. Die Konkurrenz optimierte diese Systeme und erzielte Vorteile von deutlich über einer Sekunde pro Runde. Das Thema ist jetzt erledigt. Die Regeln für 2012 verbieten das System und schränken auch die Architektur der Diffusoren ein."

"Ansonsten sind die Regeländerungen moderat. Deshalb wird unser C31 keine Revolution, sondern eine gezielte Evolution. Die Änderungen sind zahlreich, und natürlich liegt auch beim neuen Auto das Augenmerk auf der Aerodynamik", analysiert der Schweizer. "In diesem Bereich haben wir uns verstärkt: Seit Mitte November ist dort wieder Willem Toet Chef, der diese Funktion auch in unserer Zeit mit BMW ausübte."

Fotoquelle: Sauber

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