Für Sebastian Vettel ist Michael Schumachers Siegmarke noch weit weg

Formel 1 2011

— 06.12.2011

Vettel: Schumachers Rekorde nicht als Ziel

Sebastian Vettel bezeichnet Michael Schumachers Anzahl an Grand-Prix-Siegen als "weit weg" - Laut Gerhard Berger bringt er die nötigen Voraussetzungen mit

Die Saison 2011, in deren Verlauf Sebastian Vettel auf dem Weg zum zweiten WM-Titel gleich mehrere Formel-1-Rekorde knackte, ist gerade erst gelaufen, da beschäftigt einige Beobachter der Szene bereits die Frage, ob und in welcher Form der 24-Jährige seine Rekordjagd künftig wird fortsetzen können.

Davon will Vettel selbst allerdings nichts wissen. Vielmehr ist er der Ansicht, dass angesichts der seiner Meinung nach "fast perfekten Saison" die Erwartungen unter Umständen zu hoch geschraubt werden. "Dieses Jahr war etwas ganz Besonderes", sagt Vettel gegenüber 'ServusTV' und merkt an: "Vielleicht wird es eine Zeit lang dauern, bis man das wirklich versteht oder zu schätzen weiß."

Der jüngste Doppelweltmeister der Geschichte ist nicht der erste Pilot, der sich eigener Aussage zufolge wenig um Statistiken schert. "Wenn man von Zahlen spricht, interessiert einen das als Fahrer nicht wirklich", so Vettel. "Wenn man es gesagt bekommt, dann macht einen das natürlich stolz", aber es sei nicht der Anreiz, wieder ins Auto zu steigen und etwas zu erreichen.

So macht er sich derzeit auch keinen Kopf darüber, welche Rekordmarke die nächste sein könnte, die von ihm geknackt wird. "Wenn man von Rekorden wie beispielsweise den 91 Grand-Prix-Siegen von Michael Schumacher spricht, dann darf man nicht vergessen wie besonders es ist und wie viele oder wie wenige Formel-1-Fahrer es wirklich gibt, die mindestens zehn Grands Prix gewonnen haben", hält Vettel fest.

"Deswegen ist es auch so weit weg was Michael geschafft hat", so der Heppenheimer weiter. "So etwas kann man sich nicht als Ziel setzen. Genauso wie man in dieses Jahr hineingegangen ist und gesagt hat 'Okay, man will den Titel verteidigen, das ist unser Ziel.' Man kann aber nicht davon ausgehen dass man so viele Pole-Positions oder Rennsiege einfährt. Das passiert dann einfach."

Der 210-fache Grand-Prix-Starter Gerhard Berger, der es im Verlauf seiner langen Karriere auf zehn Siege brachte und damit zum von Vettel beschriebenen erlesenen Kreis gehört, legt dem Red-Bull-Piloten ebenfalls nahe, sich an der Gegenwart zu erfreuen. "Ich kann mich gut erinnern, dass mich Keke Rosberg bei meinem ersten Sieg auf die Seite gezogen hat und gesagt hat: 'Du freust dich jetzt einmal und gehst feiern, weil diese Tage kommen ganz selten'", so Berger gegenüber 'ServusTV'.

Aus eigener Erfahrung weiß der Österreicher, dass "es auch so ist". "Wenn man dann die Siege von Michael Schumacher zählt, dann ist das so eine gigantische Anzahl an Siegen, dass man vor kurzer Zeit noch gesagt hat, dass dieser Rekord noch ewig dauern wird", erklärt Berger und fügt hinzu: "Jetzt haben wir den Sebastian, der enorme Voraussetzungen und das ideale Alter hat und die ganze Zukunft noch vor sich hat." Ohne das Pech einer größeren Verletzung hat Vettel laut Berger "die theoretische Chance, das einzuholen, aber es ist ein sehr harter Weg".

Fotoquelle: xpb.cc

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