Zwei Weltmeister, unterschiedlicher Wert? Vettel schätzt Loeb besser ein

Formel 1 2011

— 06.12.2011

Vettel: Loebs Leistung "eine andere Hausnummer"

Sebastian Vettel schätzt die Leistung der Rallye-Piloten höher ein als die der Formel-1-Asse, Sebastien Loeb spricht über das größte Problem der Rundstrecken-Fahrer

Kimi Räikkönen hat sein Rallye-Experiment vorerst beendet. Der Finne, der 2012 bei Renault (künftig Lotus) in die Formel 1 zurückkehrt, versuchte sein Glück zwei Jahre lang in der Rallye-WM, musste aber feststellen, dass es für einen Rundstrecken-Piloten kaum möglich ist, sich ohne viel Erfahrung in kurzer Zeit an die Weltspitze heranzutasten.

Vor allem die Konzentration auf seinen Co-Piloten fiel Räikkönen schwer, zudem wird im Rallyesport jeder kleine Fehler beinhart bestraft: "Man bekommt nie eine zweite Chance." Auch Sebastian Vettel - ein Freund Räikkönens und großer Bewunderer von Rallye-Ikone Walter Röhrl - hat viel Respekt vor den Lenkrad-Artisten auf losem Untergrund.

Vettel bewundert Rallye-Asse

"Wenn man sich bei uns einmal ein bisschen vertut, dann kommt man meistens wieder auf die Strecke zurück", schlägt er in die gleiche Kerbe wie Räikkönen und zieht gegenüber 'ServusTV' den Hut vor Rallye-Weltmeister Sebastien Loeb. Im Vergleich zu seinem Formel-1-Titel seien Loebs Leistungen "schon etwas anderes, eine andere Hausnummer."

"Wenn man sich da ein bisschen vertut", so der Red-Bull-Pilot, "dann steht da meistens der eine oder andere Baum im Weg. Was die Rate angeht, wenn man sich vertut oder auch die Fehlerquote, die dann auch bestraft wird, da so konstant die Leistung abzurufen ist schon etwas ganz Besonderes." Laut Vettel ist er nicht der einzige Grand-Prix-Pilot, der die Rallyepiloten bewundert: "Es herrscht ein unheimlich großer Respekt bei allen Formel-1-Fahrern für das, was die Jungs das ganze Jahr lang leisten."

Loeb: Co-Pilot als größte Herausforderung

Doch wie vergleicht Loeb, der neben der Rallye-WM Erfahrung im Langstrecken-Sport und von Formel-1-Tests besitzt, seinen Job mit dem Vettels? "Das ist eben etwas ganz was anderes", sagt der Franzose. "Wir fahren zwar beide Fahrzeuge, aber die Beläge sind anders und natürlich kennt man bei der Rallye die Strecken nicht so gut."

Der achtfache Champion hat absolutes Verständnis dafür, dass Räikkönen Mühe hatte, sich an die Anweisungen eines Co-Piloten zu gewöhnen: "Dass da noch jemand da ist, das ist wirklich schwierig für Formel-1-Fahrer, die bei einer Rallye mitmachen. Da muss man sich eben auf den Co-Piloten verlassen können. Das ist eigentlich der Hauptunterschied und da braucht man schon eine gewisse Erfahrung."

Fotoquelle: FIA

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