Perfekte Straßenlage: Hatte Schumachers Benetton 1994 illegale System an Bord?

Formel 1 2011

— 07.12.2011

Verstappen: Schumacher nutzte illegale Fahrhilfen

Ex-Teamkollege Jos Verstappen behauptet, dass Michael Schumacher 1994 nur wegen elektronischer Fahrhilfen so schnell war und erklärt, wie er zu dieser Annahme kommt

Die Gerüchte, dass Michael Schumachers Benetton bei seinem ersten WM-Titel 1994 illegale Fahrhilfen an Bord hatte, verstummten nie - jetzt bekommen sie neue Nahrung. Jos Verstappen - damals Teamkollege des Rekord-Weltmeisters - behauptet gegenüber 'NUsport', dass die beiden Boliden unterschiedlich ausgestattet waren.

"Ich weiß, was damals bei Benetton passiert ist, als wir dort 1994 gemeinsam fuhren", spielt er auf die Erfolge Schumachers an. "Es gibt einen Grund. Die Leute glauben, dass ich nach Ausreden suche, wenn ich das sage, aber ich weiß einfach, dass sich dieses Auto in diesem Jahr von meinem unterschieden hat."

Der Niederländer, der es 1994 zweimal auf das Podest schaffte, verweist darauf, dass er gegen Schumacher nicht annähernd eine Chance hatte: "Ich dachte mir immer, dass das unmöglich ist! Ich bremste am Limit und nahm jede Kurve so hart wie möglich. Was hätte ich tun können, als Schumacher es hinkriegte und ich nicht? Da stimmte etwas nicht."

Doch als Verstappen in Hockenheim einmal in Schumachers Auto saß, erkannte er nach eigenen Angaben, dass sein Verdacht gerechtfertigt war. "Ich fuhr Michaels Auto mehrmals, in Hockenheim zum Beispiel, aber ich drehte mich. Er hätte mit diesem Setup nie so schnell sein können. Aber das System, das Michael verwendete, war zu diesem Zeitpunkt nicht im Auto."

Verstappen schlussfolgert daher: "Es gab elektronische Fahrhilfen. Sie würden es nie zugeben, aber ich bin davon überzeugt. Ich fragte später bei Flavio Briatore nach, der mich damals als Teammanager zu Benetton holte. Er antwortete: 'Sprechen wir nicht darüber'. Jetzt weiß ich genug." Dass Schumacher ihm fahrerisch so deutlich überlegen war, kann er sich nicht vorstellen: "Michael ist auch von seinem Auto abhängig. Für die meisten Leute war er ein Gott, aber er ist kein Superman, das war er nie. Beim Kartfahren hat er mich nie geschlagen."

Fotoquelle: xpb.cc

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