Die Pirelli-Reifen haben ihren Teil zum Rennspektakel beigetragen

Formel 1 2011

— 08.12.2011

Pirelli will weltweit als Nummer eins gesehen werden

Das Formel-1-Engagement wird von Pirelli als voller Erfolg gewertet - Dennoch besteht die Herausforderung, den Standard der erfolgreichen ersten Saison zu halten

Pirelli zieht ein positives Fazit unter die Comeback-Saison in der Formel 1. Die unterschiedlichen Mischungen haben fr verschiedene Strategien gesorgt und zum Spektakel beigetragen. Auerdem gab es kaum Schden, die direkt auf die Pneus zurckzufhren waren. Pirelli stand vor einer groen Herausforderung, denn die italienische Firma hatte nur sechs Monate Zeit, um sich auf das Formel-1-Abenteuer vorzubereiten. Im vergangenen Winter gab es groe Bedenken ber die Produkte, doch beim Saisonfinale in Brasilien war im Fahrerlager durchwegs Lob zu hren.

Pirelli-Motorsportchef Paul Hembery blickt zurck und gleichzeitig nach vorne, denn die Vorbereitungen auf die neue Saison laufen bereits auf Hochtouren. "Wenn man so eine groartige erste Saison hat, besteht die Gefahr immer, dass man diesen Standard halten muss. Es kann sehr knifflig sein, die Aufmerksamkeit fr all diese Details zu behalten und weiterhin mit den Reifen interessante Rennen zu kreieren", sagt Hembery gegenber 'Formula1.com'.

Insgesamt wurden den Teams in der abgelaufenen Saison 35.000 Reifen geliefert. Von auen sind die unterschiedlichen Mischungen nur durch die farbliche Kennzeichnung voneinander zu unterschieden. Die wahren Geheimnisse des schwarzen Goldes kennen nur die Techniker der Teams und natrlich Pirelli. Es ist viel Arbeit und Know-How ntig, um Formel-1-Reifen zu bauen. Pirelli hat das mit einer verhltnismig kleinen Mannschaft bewerkstelligt.

"Von auen sieht man nicht, dass in unserer Fabrik 350 Mitarbeiter beschftigt sind. 60 davon arbeiten in unserem Logistikzentrum und rund 100 Leute arbeiten direkt am Formel-1-Projekt in Mailand", schildert Hembery. "Das hat bedeutet, dass wir zuerst Mitarbeiter einstellen und sie zu einem Team formen mussten. Das in sechs Monaten zu schaffen war eine unglaubliche Leistung."

Mit dem Formel-1-Engagement steht Pirelli im weltweiten Rampenlicht. Deutlich strker als in der Rallye-WM, wo man davor Alleinausrster gewesen ist. Die positive Saison wirkt sich natrlich direkt auf das Marketing aus. Hembery besttigt, dass fr Firmenprsident Tronchetti Provera die Formel 1 ein wichtiger Bestandteil der knftigen Konzernausrichtung ist.

"Unser Prsident hat vor kurzem die Strategie fr die kommenden drei bis fnf Jahre festgelegt. Die Teilnahme an der Formel 1 ist ein integraler Bestandteil", so Hembery. "Wir sind eine Premium-Marke und wir wollen in der Welt als Nummer eins gesehen werden. Die Formel 1 ist die Nummer eins im Motorsport. Es geht also Hand in Hand mit unseren Ambitionen."

Im kommenden Jahr wird es auch beim Reglement eine kleine Anpassung geben. Am Freitag drfen die Fahrer mehr Reifenstze verwenden, wie der Motorsport-Weltrat der FIA in Indien beschlossen hat. Das soll in erster Linie den kleinen Teams helfen. "Die einzige nderung betrifft den Freitag, an dem die Teams mehr Reifen aus dem Kontingent whlen drfen, wenn sie es wollen", sagt Hembery.

"Fr einige Teams endet das Qualifying bereits nach Q1. Sehr oft blieben ihnen am Ende des Rennens noch ein oder zwei Reifenstze brig. Deshalb macht es fr sie Sinn, am Freitag mehr Reifen zu verwenden. Das ist die einzige nderung fr das kommende Jahr."

Fotoquelle: xpb.cc

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