Romain Grosjean nimmt einen zweiten Anlauf auf die Formel 1

Formel 1 2011

— 09.12.2011

Grosjean: "Ich werde nicht enttäuschen"

Romain Grosjean schätzt sich stärker ein als 2009 und glaubt, von Räikkönen zu profitieren, Teamchef Boullier wünscht Petrow und Senna alles Gute für die Zukunft

Überraschende Wendung im Fahrerkarussell: Romain Grosjean wird in der kommenden Saison neben Kimi Räikkönen den Lotus-Renault-Boliden piltotieren - damit setzt die Truppe aus Enstone auf eine komplett neue Fahrerpaarung. Der Russe Witali Petrow muss sich nach zwei Jahren mit dem Team ein neues Cockpit suchen.

Grosjean feiert damit ein Formel-1-Comeback, denn der Franzose ersetzte 2009 bei Renault den während der Saison glücklosen Nelson Piquet jr., konnte aber an der Seite von Fernando Alonso ebenso wenig überzeugen. Dennoch gilt er als großes Talent: Vor seinem Formel-1-Intermezzo sicherte er sich die Titel in der Formel 3 Euroserie und in der GP2 Asia. 2011 gelang es ihm, auch die GP2-Serie für sich zu entscheiden, was ihm schließlich beim Team von Eric Boullier, der Grosjean auch mit seiner Management-Firma Gravity betreut, zu einer zweiten Chance verhalf.

Grosjean nun ein "kompletterer Rennfahrer"

"Ich bin begeistert, 2012 einer der Rennfahrer des Teams zu sein", freut sich der 25-Jährige. "Ich habe ein breites Grinsen im Gesicht, wenn ich daran denke, mich ans Steuer des nächstjährigen Autos zu setzen, und ich fühle mich sehr privilegiert, diese Möglichkeit bekommen zu haben. Es wird eine großartige Erfahrung, neben einem ehemaligen Weltmeister zu fahren, der hungrig ist und in die Formel 1 zurückkehrt. Ich bin sicher, dass es mir helfen wird, mein Performance-Niveau anzuheben."

Er glaubt, nun ein besserer Rennfahrer zu sein als bei seinem ersten Formel-1-Gastspiel 2009: "Ich habe das Gefühl, dass mir meine erfolgreiche Saison in der GP2-Serie dabei geholfen hat, reifer zu werden. Ich bin ein viel kompletterer Fahrer als beim letzten Mal, als ich in diesem Sport antrat. Als Rennfahrer nach Enstone zurückzukehren, fühlt sich so an, als würde man nach Hause kommen. Ich werde nicht enttäuschen und möchte mich bei allen Menschen bedanken, ohne die die Rückkehr in die Formel 1 nicht möglich gewesen wäre."

Boullier von Grosjeans Trainingsleistungen beeindruckt

Boullier wird nun in einer Doppelfunktion als Manager und Teamchef die Geschicke von Grosjean leiten - ein Modell, auf das bereits sein Vorgänger Flavio Briatore gesetzt hatte. "Ich bin erfreut, dass Romain nächstes Jahr an der Seite von Kimi fahren wird", sagt der Franzose. "Romain hat in den vergangenen zwölf Monaten durch seinen Gewinn des GP2-Titels und durch seine Entwicklung bei uns als dritter Fahrer sehr viel Reife gezeigt."

Vor allem die Einsätze als Freitag-Tester haben Boullier überzeugt: "Wir waren beeindruckt, als er für uns die ersten Trainingssitzungen in Abu Dhabi und in Brasilien bestritt. Wir sind zuversichtlich, dass uns seine Verpflichtung bei unserem Wiederaufbau helfen wird." Damit ist Grosjean nach zwei Jahren ohne Franzosen nach Charles Pic bereits der zweite Pilot aus der "Grande Nation", der einen Vertrag für 2012 besitzt.

Lopez freut sich auf Neuanfang

Der einzige russische Pilot steht nun allerdings ohne Cockpit da und muss um seinen Verbleib in der Formel 1 zittern, weil die versprochenen Zahlungen an seinen Rennstall zum Teil ausgeblieben sind. Dennoch bedankt sich Boullier bei seiner bisherigen Fahrerpaarung: "Ich möchte mich bei Witali und bei Bruno Senna für ihren Beitrag zur Performance des Teams in diesem Jahr bedanken und wünsche ihnen das Beste für ihre Zukunft."

Genii-Capital-Boss und Teambesitzer Gerard Lopez freut sich auf den Neuanfang seines Rennstalls: "Vergangene Woche habe ich mehrmals erwähnt, dass das Team am Anfang eines ganz neuen Kreislaufes steht. Es sind großartige Neuigkeiten, dass wir Romain neben Kimi als Fahrer bekanntgeben dürfen und es wird uns dabei helfen, ganz an die Spitze zurückzukehren. Die Bekanntgaben, die wir heute und in der Vorwoche gemacht haben, sind aufregend für unser Team und man spürt die Euphorie, die unsere Truppe erfasst hat."

Fotoquelle: xpb.cc

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