Die Autos des Jahrgangs 2012 werden die Nase tiefer tragen

Formel 1 2011

— 11.12.2011

Allison erläutert Regeländerungen für 2012

Renault-Technikdirektor James Allison erläutert, in welchen Bereichen die Ingenieure bei der Konstruktion der Fahrzeuge für 2012 umdenken müssen

Bei der Entwicklung eines neuen Formel-1-Autos müssen die Ingenieure das technische Reglement sehr genau studieren, denn in jedem Jahr gibt es kleinere oder größere Änderungen. Die größte Veränderung für 2012 ist sicherlich die Verlegung des Auspuffs an die Oberseite der Karosserie. Doch auch in einigen anderen Punkten wurden die Regeln geändert. James Allison, Technikdirektor bei Renault (zukünftig Lotus), nimmt einige Punkte unter die Lupe.

Fahrzeugnase
"Die Höhe der Fahrzeugnase wurde auf 550 mm abgesenkt. In diesem Jahr durfte sie 650 mm hoch sein, gemessen jeweils von der Bodenplatte. Damit soll erreicht werden, dass die Nase im Falle eines seitlichen Aufpralls auf jeden Fall unterhalb der Cockpitöffnung auftrifft."

Aufprallschutz
"Bei der Konstruktion des Chassis werden sogenannte "homologierte Paneele" verbaut. Diese haben einen bestimmten Durchdringungswiderstand und schützen den Fahrer bei einem seitlichen Aufprall. Um den Schutz zu erhöhen, wurden die homologierten Paneele auf 550 mm erhöht, sie haben damit nun dieselbe Höhe wie die Fahrzeugnase."

Gewichtsverteilung
"Wegen der Einführung der Pirelli-Reifen hatten wir uns geeinigt, 2011 für die Gewichtsverteilung klar definierte Grenzen vorzugeben. Da sich dies als erfolgreich erwiesen hat, wurde diese Regel bis 2013 verlängert."

Halteseile
"2011 war erstmals vorgeschrieben, dass jedes Rad von zwei Halteseilen gesichert werden muss. Diese mussten an zwei unterschiedlichen Punkten des Chassis montiert sein, um beim Versagen eines Seils das Rad trotzdem zu sichern. In diesem Punkt war die Regel jedoch nicht ganz eindeutig formuliert, was einige unerwünschte Auswirkungen hatte. Aus diesem Grund haben wir sie umgeschrieben, damit eine bestmögliche Sicherheit gewährleistet ist."

On-Board-Kameras
"In vergangenen Jahren waren die Kameras an der Fahrzeugnase an Stellen angebracht, die eindeutig darauf abzielten, die Leistung des Frontflügels zu steigern, statt passende TV-Bilder zu liefern. Hier wurde ein neuer Artikel (20.3.4) eingeführt, der ein bestimmtes Sichtfeld für die an der Nase monierten Kameras sicherstellt. Eine ähnliche Änderung gab es für die Kamera am Überrollbügel, damit ein klares TV-Bild nicht zugunsten der Aerodynamik geopfert wird."

Fotoquelle: xpb.cc

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