Lewis Hamilton war in der Saison 2011 erstmals schlechter als sein Teamkollegen

Formel 1 2011

— 12.12.2011

Ecclestone kritisiert Hamilton-Management

In der abgelaufenen Saison sammelte Lewis Hamilton viel Kritik - Bernie Ecclestone bezeichnet das Management des Briten als "Desaster"

Die Saison von Lewis Hamilton lässt sich mit durchwachsen gut beschreiben. Anfangs schien es noch, als sei der McLaren-Pilot die einzige Konkurrenz von Sebastian Vettel. Mit dem Sieg in China bewies der Brite, dass mit ihm zu rechnen sei. Doch dann folgten viele Enttäuschungen und Kontroversen.

Hamilton wurde Mitte der Saison Stammgast in der Renndirektion und musste sich immer wieder Kritik zu seinen Manövern anhören. Besonders die Zwischenfälle mit Ferrari-Pilot Felipe Massa häuften sich. Der Weltmeister von 2008 schien oft neben sich zu stehen und wirkte unkonzentriert. Die Ursachen dafür liegen klar im privaten Umfeld.

"Ich denke, dass er während des Jahres ein paar persönliche Probleme hatte, die ihn recht stark beeinflusst haben", erkennt auch Bernie Ecclestone im Gespräch mit dem 'Guardian'. "Es hängt davon ab, wie viele Leute einen umgeben und welche davon in der Lage sind, dich zu beeinflussen. Ich denke, dass er mit ein paar Leuten zu tun hatte, die nicht gut für ihn waren."

Gemeint ist Manager Simon Fuller, dessen Klienten meist aus dem Showgeschäft kommen. Ecclestone kritisiert: "Ich bin der Meinung, dass es ein Desaster ist. Er kommt mit Leuten in Kontakt, die er normalerweise nicht treffen würde. Diese Leute haben einen schädlichen Einfluss auf ihn. Er befindet sich in einem kritischen Alter und hat die Menge an Geld, mit der er unter Beeinflussung Dinge durchsetzen kann, die er sonst nicht machen würde."

Lob hat der Formel-1-Boss hingegen für Weltmeister Sebastian Vettel übrig, den seiner Meinung nach ein "netter Junge, sehr talentiert, gut für den Sport" ist. Auch Hamiltons Teamkollege Jenson Button hatte laut Ecclestone ein gutes Jahr: "Ich bin über Button dieses Jahr sehr glücklich. Er hat einen sehr guten Job geleistet. Im Umgang mit der Öffentlichkeit ist er deutlich besser als 2009, wo er Weltmeister war. Das ist gut, denn er ist ein guter Junge."

Fotoquelle: xpb.cc

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