Jaime Alguersuari muss in seiner Karriere einen herben Rückschlag hinnehmen

Formel 1 2011

— 15.12.2011

Alguersuari: "Habe Pläne für die Gegenwart und Zukunft"

Jaime Alguersuari traf das Toro-Rosso-Aus wie der Blitz, zumal er vor einer Woche noch andere Tendenzen wahrgenommen hatte - Dennoch sieht er die Situation gelassen

Die Toro-Rosso-Fahrerentscheidung kam wie der Blitz aus heiterem Himmel. Daniel Ricciardo hatte vor kurzem noch damit gerechnet, 2012 für Caterham ins Rennen zu gehen und ließ anklingen, dass Jaime Alguersuari und Sebastien Buemi wohl eine weitere Saison für Toro Rosso fahren werden. Doch gestern bestätigte die Truppe aus Faenza Ricciardo und Jean-Eric Vergne als Piloten für die kommende Saison - was aus den Vorgängern wird, ist ungewiss.

Für Alguersuari, der sich in den vergangenen zwei Jahren gegen seinen Teamkollegen Buemi durchaus beachtlich schlug, sind die schlechten Nachrichten "sehr überraschend und unerwartet". Das bestätigt der Spanier gegenüber 'ESPN'. Zudem er vor wenigen Tagen noch andere Tendenzen erkannte: "Nach dem Kartfahren in Brasilien sprach ich vor einer Woche mit Helmut Marko und Franz Tost und sie haben mir gesagt, dass sie mit mir für 2012 planen. Das haben sie mit Enthusiasmus gemacht und sie zeigten viel Vertrauen in mich."

Kein Groll gegen Red Bull

Doch nun kam es doch völlig anders. Dennoch hegt Alguersuari keinen Groll gegen Red Bull: "Nachdem ich mit ihnen jetzt gesprochen hatte, dachte ich an drei Dinge: Erstens werde ich die Situation nicht jetzt beurteilen, denn es scheint verrückt, dass die heutigen Nachrichten ein großes Missverständnis in der besten Phase meiner sportlichen Karriere sind, nachdem ich mit 19 in der Formel 1 debütiert habe, ohne davor eine Runde gedreht zu haben. Ich werde die Entscheidung nicht beurteilen, da mir Red Bull alles gegeben hat, seit ich 15 bin."

"Zweitens bin ich kein Opfer, denn sieben Jahre lang habe ich durch sie nur Vorteile genossen", bedankt er sich für die Unterstützung in seiner bisherigen Karriere. "Und drittens ist die Situation kein Drama, denn ich habe Pläne für die Gegenwart und für die Zukunft."

Gespräch mit Familie half Alguersuari

Alguersuari erfing sich laut eigenen Angaben bereits kurz nachdem er die schlechte Nachricht erhalten hatte: "Die Überraschung dauerte ein paar Stunden an, aber ich habe dann mit meiner Familie gesprochen und habe erkannt, dass das Leben voller Möglichkeiten und Herausforderungen steckt."

Das dürfte sich gestern auch Renault-World-Series-Vizemeister Vergne gedacht haben. Der Franzose war ursprünglich als Toro-Rosso-Ersatzmann gehandelt worden und findet sich nun plötzlich in Alguersuaris Cockpit wieder. "Whaou - danke für all eure Nachrichten", bedankt er sich auf 'Twitter' für die zahlreichen Glückwünsche. "Ich bin so glücklich, dass ich es nicht wirklich realisiere. Aber die Arbeit geht weiter und ich bin auf dem Weg nach Milton Keynes."

Fotoquelle: Red Bull/Getty

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