Mark Webber hätte auf die FIA-Gala gerne verzichtet

Formel 1 2011

— 18.12.2011

Webber: Reise nach Neu-Delhi mit Hindernissen

Mark Webber musste sich auf der Reise zur FIA-Gala einen neuen Anzug zulegen und sah sich zudem den Sticheleien eines Kollegen ausgesetzt

Der dritte Platz in der Fahrerwertung der Formel-1-Weltmeisterschaft ist eigentlich ein Ergebnis, auf das ein Fahrer stolz sein knnte. Doch in diesem Jahr war diese Position nicht gerade beliebt, war mit ihr doch ein Pflichttermin auf der FIA-Gala in Neu-Delhi und somit nach einer ohnehin langen Saison zustzliche Reisestrapazen verbunden. Diese kamen letztlich auf Mark Webber zu, der dafr seine Teilnahme am Extremsport-Event Tasmania-Challenge vorzeitig beenden musste.

Schon vor dem Grand Prix von Brasilien war die FIA-Gala in Thema in den Gesprchen mit seinen Kollegen. "Whrend der Fahrerparade haben Jenson, Fernando und ich Witze darber gemacht. Natrlich wollte jeder von uns seine Position in der Meisterschaft verbessern, aber auf die zustzliche Reise war keiner von uns scharf", sagt Webber gegenber der 'BBC'.

Durch seinen Sieg schob sich der Australier noch an Fernando Alonso vorbei und "gewann" damit die Reise nach Indien. "Fernando ist ein harter Gegner, aber ich glaube er war nicht unglcklich, dass er um einen Punkt verloren hat", so der 35-Jhrige. Dies habe sich am Tag vor seinem Abflug Richtung Neu-Delhi gezeigt, als er von Alonso eine Textnachricht mit dem Inhalt "Hier spricht ihr Kapitn, ihr Flug ist bereit zum Einsteigen" erhalten habe.

Nicht nur die zustzlichen Flge, sondern vor auch der Auftritt bei der Gala im Smoking war so gar nicht nach Webbers Geschmack. Der Red-Bull-Pilot macht keinen Hehl daraus, dass er kein Freund solcher Veranstaltungen ist. "Preisverleihungen sind immer etwas steif, mit viel Hndeklatschen. Aber man muss die Leistungen der Kollegen anerkennen, und immerhin war es schn, dass ich einige Zeit mit Jenson verbringen konnte."

Als Krnung musste sich Webber whrend der Anreise noch neu einkleiden, denn sein Smoking, den er am Flughafen in Melbourne deponiert hatte, ging verloren. "Das ist wohl Murphys Gesetz. Ich habe den Anzug sechs Tage lang mit mir herumgeschleppt, htte ihn dann nur drei Stunden gebraucht, und dann war er pltzlich weg" Ersatz fand der Australier bei einem Zwischenstopp in Singapur. "Ich bin in einem Laden gelandet, der sich unmittelbar am Formel-1-Kurs befindet. Es war schon etwas surreal, im Dezember dort zu sein."

Fotoquelle: Red Bull/Getty

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