Adrian Newey muss für 2012 ohne den auspuffangeströmten Diffusor planen

Formel 1 2011

— 19.12.2011

Newey: "Die FIA nimmt unser Spielzeug weg"

Adrian Newey bedauert die Regeländerung im Bereich des Diffusors und ist sicher, dass sich Sebastian Vettel nicht auf seinen beiden WM-Titeln ausruhen wird

Der auspuffangeströmte Diffusor war aus technischer Sicht eines der Schlüsselelemente in der Formel-1-Saison 2011. Red-Bull-Designer Adrian Newey hatte den Nutzen dieses Elements früh erkannt und das System fast zur Perfektion hin entwickelt. Die Dominanz der Red Bull in dieser Saison wird zum großen Teil dem auspuffangeströmten Diffusor zugeschrieben. Doch wie schon im Vorjahr beim F-Schacht schiebt die FIA dieser Neuerung einen Riegel vor.

2012 müssen die Auspuffrohre an der Oberseite der Motorabdeckung austreten und können somit nicht mehr den Diffusor anströmen. Für Red Bull ist dies ein Rückschlag, wie Newey zugibt: "Die FIA nimmt leider unser 'Spielzeug' weg. Das ist schade", sagte der Brite gegenüber 'eurosport.yahoo.de'. Nachdem das Team auf diesem Gebiet einer der Pioniere war, sei diese Änderung die gravierendste.

Schritt zurück bei der Entwicklung

Nun gelte es bei der Entwicklung des Autos für 2012, mit der Newey im September begonnen hat, einen neuen Weg einzuschlagen: "Der Vorteil ist weg, obwohl die anderen Teams versucht haben, den angeblasenen Diffusor zu kopieren. Nun müssen wir einen Schritt zurückgehen und schauen, wie wir das Auto trotzdem optimieren können. Das ist der normale Weg in der Formel 1."

Bei der Frage nach den Hauptkokurrenten im kommenden Jahr fallen Newey die üblichen Verdächtigen Ferrari und McLaren ein. Aber auch Mercedes dürfe man seiner Meinung nach nicht unterschätzen. Die Verpflichtungen von Geoff Willis und Aldo Costa haben die Techniker-Mannschaft verstärkt, darüber hinaus begann das Team frühzeitig mit der Entwicklung des neuen Autos. Dennoch wird Mercedes, im Gegensatz zu Red Bull, das neue Fahrzeug erste bei den zweiten Testfahrten in Barcelona präsentieren.

Neben dem auspuffangeströmten Diffusor war vor allem die gesteigerte Zuverlässigkeit einer der Pluspunkte von Red Bull. "Im vergangenen Jahr mussten wir wirklich hart arbeiten, denn wir hatten 2010 immer wieder Probleme mit der Zuverlässigkeit und die Fahrer machten einige Fehler. 2011 lief es gleich zu Beginn der Saison sehr gut", sagt Newey. Das Auto sei bereits am Saisonbeginn schnell und zuverlässig gewesen, außerdem hätten die Fahrer weniger Fehler gemacht. Dadurch erkläre sich die Dominanz des österreichisch-britischen Teams.

Vettel ist noch lange nicht satt

Vor allem auf Sebastian Vettel hält der Designer große Stücke. Er sei ein intelligenter Junge und ein harter Arbeiter. "Selbst am späten Abend geht er mit den Ingenieuren noch einmal alle Details durch und versucht viele Dinge zu verbessern. Er will immer alles am Auto verstehen, um das Auto schneller zu machen." Der Deutsche habe schnell aus seinen Fehlern des Vorjahrs gelernt und sei 2011 als Fahrer gereift.

Auf die Frage, ob sich Vettel auf seinen beiden WM-Titeln ausruhen würde, antwortet Newey: "Ganz sicher nicht." Die liege zum einen an der Persönlichkeit Vettels, zum anderen an seiner guten Integration in ein Team, das mit Leidenschaft seiner Arbeit nachgehe. "Wir sind alle motiviert und wir alle lieben, was wir tun. Und wenn man liebt, was man tut, ist man immer motiviert."

Fotoquelle: xpb.cc

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