Williams möchte mit dem neuen Boliden keine Testzeit verpassen

Formel 1 2011

— 20.12.2011

Neuer Williams debütiert beim ersten Test

Williams-Technikchef Mike Coughlan, dass der neue Williams sogar schon die privaten Crashtests bestanden hat und beim Teststart in Jerez fahren wird

Abgesehen von Mercedes setzen die Teams dieses Jahr auf eine möglichst frühe Präsentation der neuen Boliden für die Saison 2012. McLaren, Ferrari, Red Bull und Renault kündigten bereits an, ihre Neuentwicklungen beim ersten Test des kommenden Jahres am 7. Februar in Jerez auf die Strecke zu schicken. Nun reiht sich auch Williams ein.

Das britische Traditionsteam möchte die Testzeit bei seinem neuen Hoffnungsträger maximieren. Am 1. März soll dann beim letzten Test vor dem Saisonstart in Melbourne ein großes Update des Autos enthüllt werden.

"Der aktuelle Stand ist, dass unser Getriebe und das Motoreinbau-Programm fertig sind und auf dem Prüfstand getestet wurden", erklärt Technikchef Mike Coughlan gegenüber dem Williams-Magazin 'iGNITION'. "Vor Weihnachten werden wir es noch zwei Mal durchlaufen lassen, um dann 6.000 Kilometer absolviert zu haben. Auch die gesamte Hinterrad-Aufhängung wurde bereits fertiggestellt - die werden wir auch testen."

"Private" Crashtests bestanden

Williams ist zuversichtlich, dass auch das neue Crashtest-Reglement - das Auto muss die Tests absolvieren, bevor man erstmals auf die Strecke geht - kein Stolperstein sein wird. "Das erste Chassis ist fertig, beim zweiten fehlt nicht mehr viel", sagt Coughlan. "In Kürze beginnen wir mit dem FIA-Crashtest-Programm. All diese Tests haben wir aber bereits privat absolviert und geschafft."

Daher hat man bereits jetzt ein nahezu fertiges Auto, mit dem man nun Systemchecks durchführen möchte. "Es weist eine vernünftige Verbesserung beim Abtrieb auf und besitzt all die Systeme, mit denen wir beim ersten Test antreten werden", bestätigt Coughlan. "Dann ist es unser Ziel, beim letzten Test vor der Saison ein überarbeitetes Auto zu bringen."

2011 setzte man auf falsches Konzept

Zunächst muss man das Auto aber überhaupt einmal testbereit machen. Das soll bis Mitte Januar gelingen. "Es ist unser Ziel, alle Teile, die überprüft werden können, bis Ende Januar zu überprüfen. Das Testen auf der Strecke ist dann nur noch eine erneute Überprüfung dieser Arbeit. Die Hauptteile sollten ausreichend Kilometer abgespult haben, damit wir von einer Überraschung ausgehen können, wenn das Auto mit einem fundamentalen Problem auf der Strecke stehen bleibt."

Der Brite hofft, dass Williams nach dem enttäuschenden Jahr 2011 ein gravierender Aufschwung gelingt. Die Probleme im Vorjahr führt er nicht nur auf die misslungene Aerodynamik zurück, sondern auf ein suboptimales Fahrzeug-Konzept. "Wir pokerten bei einigen Entscheidungen und akzeptierten eine schlechtere Performance beim Fahrwerk, die durch den Gewinn bei der Aerodynamik wettgemacht hätte werden sollen. Doch das hat sich nicht ausgezahlt, sonst hätten wir viel besser ausgesehen."

Fotoquelle: Williams

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