Heinz-Harald Frentzen meint, dass Schumacher den Zenit überschritten hat

Formel 1 2011

— 20.12.2011

Frentzen über "Schumi": "Im Alter zögert man..."

Heinz-Harald Frentzen glaubt, dass Michael Schumacher durch sein Alter nicht mehr die Risikobereitschaft vergangener Tage besitzt

In ihrer gemeinsamen Zeit auf der Rennstrecke gerieten Michael Schumacher und Landsmann Heinz-Harald Frentzen einige Male aneinander. Doch als sich der Rekord-Weltmeister Ende 2009 entschied, ein spätes Formel-1-Comeback zu geben, zeigte Frentzen Respekt vor der mutigen Entscheidung. Dennoch konnte der Mercedes-Pilot in den vergangenen zwei Jahren nicht an frühere Höhenflüge anschließen und schaffte es nie auf das Podest.

Der 44-jährige Frentzen glaubt, dass das Alter der ausschlaggebende Grund ist. "Wenn man älter wird, zögert man und ist unentschlossen, ob man pushen und das Risiko nehmen soll", sagt der Mönchengladbacher gegenüber der indischen Nachrichten-Agentur 'IANS'. "Man verliert wertvolle Zehntelsekunden und ich glaube, dass sich Michael in diesem Karrierestadium befindet."

Schumacher gelang es bisher vor allem im Qualifying nicht, seinen Teamkollegen und Landsmann Nico Rosberg ernsthaft unter Druck zu setzen. Im Rennen zeigte er aber gegen Saisonende ansprechende Leistungen - er ist zudem der Fahrer mit den meisten Überhol-Manövern.

Im Vergleich zum 42-jährigen Schumacher, der 91 Siege auf dem Konto hat, gewann Frentzen nur drei Mal und stand 18 Mal auf dem Podest. Dabei hatte ihn Frank Williams lange als den Mann angesehen, der den Dauersieger in Gefahr bringen kann. Auch Peter Sauber meinte kürzlich, dass Frentzen mit mehr Talent ausgestattet war, als Schumacher.

"Ich denke, dass ich die falschen Entscheidungen getroffen habe", argumentiert er, warum er den hohen Erwartungen nie ganz entsprochen hatte. "Michael hat die richtigen getroffen. 1994 ging ich zu Sauber und später in diesem Jahr hatte ich ein Williams-Angebot als Ersatz von Ayrton Senna, der tödlich verunglückt war. Ich lehnte es ab, weil Sauber mir die Chance gegeben hatte, in die Formel 1 zu kommen."

Drei Jahre später war der Williams-Wechsel dann endlich perfekt, doch die beste Zeit des Rennstalls war bereits vorüber: "Als ich schließlich zu Williams ging, hatten sich die Dinge im Team geändert. Ich hatte ein paar gute und ein paar schlechte Rennen, aber seit ich 2003 zurückgetreten bin, habe ich die Formel 1 nie vermisst."

Fotoquelle: xpb.cc

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