Tony Fernandes hätte die Rechte am Namen Lotus gern behalten...

Formel 1 2011

— 23.12.2011

Lotus-Namensstreit: Fernandes hat Frieden gefunden

Tony Fernandes bereut den Schritt, als Lotus in die Formel 1 zurückzukehren, nicht - Ursprünglicher Plan sah anders aus

Der über Monate nie aus den Nachrichten verschwinden wollende Streit um die Rechte am Namen Lotus liegt noch nicht allzu lange zurück. Zuweilen glichen die gegenseitigen Spitzen von Tony Fernandes (der den traditionsreichen Namen mit seinem Team Lotus zu Beginn der Saison 2010 zurück in die Formel 1 brachte) und Dany Bahar, dem Geschäftsführer der Lotus-Gruppe (die in der Saison 2011 als Sponsor des Renault-Teams auftrat), eher einer Komödie als ernsthaftem Business.

Die Tatsache, dass Fernandes' Team in der zweiten Saison ausgerechnet mit Renault-Motoren an den Start ging, tat ein Übriges in der Konfusion unter Beteiligten und Beobachtern. Erst der Kauf des britischen Sportwagenherstellers Caterham durch Fernandes und die Umbenennung des Teams in Caterham zur Saison 2012 bereiteten der Saga ein Ende. Das bisher als Renault auftretende, im Besitz von Genii Capital befindliche, Team fährt 2012 unter dem Namen Lotus.

Rückblickend hegt Fernandes jedoch keinen Groll und bereut seine Entscheidung, vor zwei Jahren den Namen Lotus zurück in die Formel 1 zu bringen, keineswegs. "Team Lotus hat meiner Ansicht nach eine unglaubliche Achterbahn hingelegt", sagt der Malaysier in einem im Magazin des Teams erschienenen Interview.

"Wir haben Lotus zurück in die Formel 1 gebracht und das kann uns niemand nehmen", hält Fernandes fest. "Der Name mag jetzt zur Lotus-Gruppe gehören, aber ich bin inzwischen zur Erkenntnis gekommen, dass wir nach wie vor dasselbe Team sind und denselben Teamgeist wie am ersten Tag pflegen - ganz egal wie wir heißen."

Ursprünglicher Plan sah anders aus

Fernandes gibt sogar zu, dass ihm die Last des Chapman-Vermächtnis zuweilen zu groß geworden sei. "Es besteht kein Zweifel daran, dass ich den Namen Lotus liebe, aber er war ein schweres Gewicht auf unseren Schultern. Nun ist es an der Zeit, unsere eigene Geschichte zu schreiben und unseren eigenen Mythos zu kreieren", sagt er mit Blick auf die Umbenennung des Rennstalls in Caterham.

Auf die gezielte Frage, ob er den Schritt, sein Team "Lotus" zu nennen, rückblickend bereut, antwortet Fernandes: "Nein, überhaupt nicht. Ich bin verdammt stolz, dass wir den Namen zurück gebracht haben und ihn mit der Lotus-Gruppe zusammengebracht haben. Das war immer mein Plan. Der einzige Unterschied ist, dass ich davon ausging, dass ich der Besitzer sein würde..."

So bezeichnet er die Umbenennung in Caterham inzwischen als "bestmögliche Lösung, da dieser Schritt uns erlaubt, alles was wir tun auch kontrollieren zu können". In diesem Zusammenhang macht der Malaysier noch einmal deutlich, dass er die Marke Lotus am liebsten komplett übernommen hätte: "Es macht einfach keinen Sinn, auf der Rennstrecke für einen Fahrzeughersteller zu werben, der einem nicht gehört."

Fotoquelle: xpb.cc

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