2008 schnupperte Giedo van der Garde bei Renault Formel-1-Luft

Formel 1 2011

— 23.12.2011

Verstappen: "Giedo hat es drauf"

Jos Verstappen traut seinem Landsmann Giedo van der Garde den Sprung in die Formel 1 zu - Es gibt jedoch zahlreiche Bewerber für die letzten freien Cockpits

Nachdem in der vergangenen Woche Toro Rosso seine beiden Cockpits für 2012 an Daniel Ricciardo und Jean-Eric Vergne vergeben hat sowie Nico Hülkenberg und Paul di Resta bei Force India bestätigt wurden, ist auf dem Fahrermarkt der Formel 1 ein wenig Ruhe eingekehrt. Offiziell sind aktuell noch zwei Plätze für das kommende Jahr frei: Einer bei Williams und einer bei HRT. Darüber hinaus scheint der Verbleib von Jarno Trulli beim zukünftigen Caterham-Team noch nicht in Stein gemeißelt zu sein, und auch bei Marussia könnte ein Fahrer mit Sponsorengeldern noch einmal für Bewegung sorgen.

Für die letzten Fahrerplätze gibt es jedoch eine ganze Reihe hochkarätiger Bewerber. Mit Witali Petrow, Rubens Barrichello, Adrian Sutil, Jaime Alguersuari, Sebastien Buemi and Vitantonio Liuzzi haben gleich sechs Stammfahrer aus der abgelaufenen Saison noch kein Cockpit für 2012. Das macht die Situation für Aufsteiger aus der GP2 nicht gerade einfacher, dennoch hegt Jos Verstappen noch gewisse Hoffnungen, dass sein Landsmann Giedo van der Garde den Sprung in die Königsklasse schafft.

"Ein Niederländer wäre gut für die Popularität der Formel 1 in unserem Land", schreibt Verstappen in seiner Kolumne für die Tageszeitung 'De Telegraaf'. "Giedo hat es drauf." Allerdings erkennt der ehemalige Teamkollege von Michael Schumacher bei van der Garde auch noch Defizite: "Er bringt oft herausragende Leistungen, macht manchmal aber auch dumme Fehler."

Der 26-Jährige, der 2008 Meister der Renault-World-Series wurde, wartet bislang vergeblich auf den endgültigen Durchbruch in der GP2. Mit iSport und Barwa-Addax fuhr er in seinen drei Saisons in der Nachwuchsklasse immer für Spitzenteams und galt 2010 und 2011 als einer der Titelanwärter. Die Hoffnungen konnte der Niederländer jedoch nur teilweise erfüllen. Seine drei Siege stammen aus der Premierensaison, in den letzten beiden Jahren stand er im Schatten seiner Teamkollegen Sergio Perez und Charles Pic. 2007 und 2008 testet van der Garde an elf Tagen für Super Aguri, Spyker und Renault.

Für Verstappen ist das Fahrerfeld des kommenden Jahres eines der stärksten aller Zeiten. "Mit dem früheren Weltmeister Kimi Räikkönen, GP2-Meister Romain Grosjean und dem talentierten Nico Hülkenberg hat sich die Qualität des Starterfelds verbessert. Hoffentlich kann Giedo dort mitmischen. In der Formel 1 kommt es aber nicht nur auf die fahrerische Qualität an, sondern es ist auch eine Frage des Geldes." Einem seiner ehemaligen Kollegen rät Verstappen hingegen zum Rücktritt: "Barrichello war schon viel zu lange in der Formel 1."

Fotoquelle: Renault

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