Jean-Eric Vergne könnte die Zukunft von Red Bull in der Formel 1 sein

Formel 1 2011

— 27.12.2011

Berger: Buemi/Alguersuari sind "maximal Durchschnitt"

Gerhard Berger versteht, dass sich Toro Rosso von Buemi/Alguersuari getrennt hat, weil er in beiden kein Potenzial zum Red-Bull-Stammfahrer sieht

Gerhard Berger findet es "absolut richtig", dass sich Toro Rosso gemeinsam mit Red-Bull-Nachwuchschef Helmut Marko fr einen klaren Schnitt entschieden hat, was die Fahrerpaarung fr die Formel-1-Saison 2012 angeht. Denn mit Sebastien Buemi und Jaime Alguersuari wurden beide bisherige Stammpiloten vor die Tr gesetzt.

"Ich finde es richtig, obwohl es sehr hart ist", so Berger im Rahmen einer Sonderausgabe von 'Sport am Sonntag' zugunsten der Charity-Aktion "Licht ins Dunkel" im 'ORF'. "Fr die Fahrer ist es natrlich immer hart, aber fr Red Bull und fr Toro Rosso geht es darum, Fahrer aufzubereiten - idealerweise aus dem Red-Bull-Pool -, um wieder einen zu finden, der irgendwann der Nachfolger von Mark Webber wird oder von Sebastian Vettel, wenn er weiterzieht."

Buemi galt besonders zu Beginn seiner Formel-1-Karriere bei Toro Rosso als sehr schnell, konnte sein Potenzial aber nicht immer umsetzen, wohingegen Alguersuari im Laufe der Zeit immer konstanter wurde und 2011 eine ordentliche Saison abgeliefert hat. Daher gingen viele Beobachter davon aus, dass zumindest einer der beiden bleiben wrde - auch, um die Leistungen eines etwaigen Neuzugangs im zweiten Cockpit 2012 besser einordnen zu knnen.

Doch stattdessen wurden Buemi und Alguersuari gefeuert - und keiner von beiden hat bisher einen neuen Job gefunden. "Der Anspruch bei Red Bull ist der hchste, wie man wei, und die beiden sind maximal Durchschnitt", findet Berger. "Also hat man gewusst, dass man mit diesen beiden zwar bei Toro Rosso fhrt, aber nie bei Red Bull Racing fahren wird. Daher muss man handeln, daher muss man schauen, was nachkommt."

Das sind Daniel Ricciardo, der 2011 achtmal freitags fr Toro Rosso trainiert und elf Grands Prix fr HRT bestritten hat, sowie Jean-Eric Vergne, Vizemeister der Renault-World-Series. Letzterer geniet bei Berger hohes Ansehen: "Von dem jungen Franzosen habe ich schon sehr viel Gutes gehrt - vielleicht ist das ein neuer Sebastian Vettel", spekuliert der sterreicher und unterstreicht: "Man muss es probieren, sonst wei man es nicht."

Fotoquelle: xpb.cc

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