Daniel Ricciardo will in Zukunft seine Gegner auf die Hörner nehmen

Formel 1 2011

— 28.12.2011

Ricciardo will 2012 aggressiver werden

Toro-Rosso-Pilot Daniel Ricciardo möchte sich ein Vorbild an Jean-Eric Vergne nehmen und aggressiver werden, besonders auf dem Weg zur ersten Kurve

Acht Freitagseinsätze für Toro Rosso und elf Grand-Prix-Teilnahmen für HRT hat Daniel Ricciardo während der Formel-1-Saison 2011 absolviert. An den Rennwochenenden konnte er wegen unterlegenen Materials nur selten sein Talent beweisen, obwohl er in immerhin fünf von elf Qualifyings schneller war als sein jeweiliger Teamkollege.

Sein bestes Ergebnis war ein 18. Platz beim Grand Prix von Ungarn auf dem Hungaroring, doch weit wichtiger war das direkte Stallduell gegen Liuzzi - und das entschied der 22-jährige Australier nach dem Sprung ins kalte Wasser bei der Premiere in Silverstone immer für sich, wenn beide ins Ziel kamen. Trotzdem räumt er im Interview mit der Nachrichtenagentur 'AAP' selbstkritisch ein, dass er in seiner ersten Saison "vielleicht nicht konstant genug" gewesen sei.

An den Starts habe das nicht gelegen, denn mit denen ist er zufrieden - zumindest auf den ersten Metern: "Dieses Jahr hatte ich ein paar Mal einen guten Start und ich kam sehr gut von der Linie weg, aber dann war ich in der ersten Kurve nicht aggressiv genug oder ich entschied mich für die sichere Innenlinie", gibt Ricciardo zu und gelobt Besserung: "Ich muss vielleicht ein bisschen aggressiver werden, aber das kommt auf diesem Niveau mit der Erfahrung."

Vielleicht kann er sich diesbezüglich auch von seinem künftigen Toro-Rosso-Teamkollegen Jean-Eric Vergne etwas abschauen, dem Gesamtzweiten der Renault-World-Series 2011. Der hat zwar noch keine Formel-1-Erfahrung, aber: "Er besitzt Potenzial und ist schnell", weiß Ricciardo. "Wir fahren recht ähnlich, aber er hat auf der aggressiven Seite das, was ich nicht habe. Da kann ich möglicherweise etwas von ihm lernen, denn zumindest in den Nachwuchsformeln war das sein Stil."

Ricciardo, 2010 selbst Gesamtzweiter der Renault-World-Series und Vergne auf der Karriereleiter bisher stets um ein Jahr voraus, gilt hingegen eher als besonnener und schonender Fahrer - ganz ähnlich wie einst "Professor" Alain Prost oder heute Jenson Button. Das ist in einer Formel 1, in der der schonende Umgang mit den Pirelli-Reifen als entscheidend gilt, kaum ein Nachteil: "Die passen zu meinem Fahrstil", glaubt er.

"Es gab dieses Jahr mehr Rennen, in denen ich schneller war als Tonio", berichtet Ricciardo. "In Silverstone hatte ich noch keinen Plan, was man an der Pace sehen konnte, aber dann habe ich sehr schnell gelernt. Manchmal kann es frustrierend sein, wenn die Reifen plötzlich abfallen und um vier Sekunden pro Runde langsamer werden, aber meistens hielten sie bei mir länger als bei meinem Teamkolllegen. Ich reiße nicht groß am Lenkrad und gehe eher ruhig an die Sache heran."

Fotoquelle: HRT

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