Nico Rosberg ist davon überzeugt, dass Mercedes 2012 stärker sein wird

Formel 1 2012

— 02.01.2012

Rosberg: Ein großer Schritt ist möglich

Nico Rosberg glaubt, dass sich Mercedes 2012 erheblich steigern kann - Teamkollege Michael Schumacher ist für ihn in mehrerlei Hinsicht ein Vorbild

Ende des Jahres 2009 schien die große Stunde des Nico Rosberg geschlagen zu haben. Nach vier Jahren bei Williams wechselte er zur Mercedes, die das amtierende Weltmeister-Team Brawn übernommen hatte. Doch die Erwartung des talentierten Deutschen, nun endlich um Siege und Meisterschaften mitfahren zu können, erfüllten sich in den letzten beiden Jahren nicht. Drei dritte Plätze und zweimal Rang sieben in der WM-Wertung sind die magere Ausbeute nach zwei Jahren bei Mercedes.

2012 soll nun alles besser werden. Rosberg ist davon überzeugt, dass sich sein Rennstall erheblich steigern kann. "Ich glaube, wir können einen großen Schritt machen", sagt der 26-Jährige gegenüber 'Autosport'. Ein realistisches Ziel für die bevorstehende Saison seien konstante Podiumsplatzierungen. Um siegfähig zu werden, sei laut Rosberg ein "massiver Schritt" notwendig, was nicht einfach, aber durchaus möglich sei. "Wir haben bereit einige große Schritte gemacht, die Arbeit in der Fabrik läuft jetzt so viel besser, wir werden uns verbessern."

Mercedes in vielen Bereichen Spitze

Das habe sich bereits in der letzten Saison angedeutet. Obwohl die Weiterentwicklung des W02 bereits Mitte des Jahres eingestellt wurde, holte Mercedes in der zweiten Saisonhälfte gegenüber der Konkurrenz auf. "Abgesehen von der reinen Fahrzeugleistung, befinden wir uns auf einem sehr hohen Niveau. Wenn unser Auto besser wird, werden wir sehr eindrucksvoll sein, denn bei der Strategie und Ähnlichem arbeitet das Team bereits jetzt hervorragend", ist Rosberg überzeugt. Bei der Arbeit der Boxenmannschaft lässt sich diese Aussage durch Fakten untermauern, denn hier war Mercedes 2011 schneller als alle anderen Teams.

Der spätere Testbeginn, Mercedes wird das neue Auto erst bei den zweiten Testfahrten in Barcelona präsentieren, sie laut Rosberg kein Problem. "Das ist ein Kompromiss. Man möchte einerseits früh genug testen, andererseits aber auch genügend Entwicklungszeit haben. Sie mussten einen Mittelweg finden, und haben entschieden, dass dieser Weg der Beste ist." Nach Ansicht des Deutschen zeige sich auch hier der Fortschritt bei der Arbeit in der Fabrik, denn 2011 wäre das Auto bei einem solch späten Testbeginn nicht rechtzeitig zum Saisonstart fertig geworden.

2011: große Erwartungen - große Enttäuschung

Bereits im vergangenen Jahr war Mercedes mit großen Erwartungen in die Saison gestartet. Beim letzten Wintertest hatte Rosberg eine Tagesbestzeit hingelegt, daher sei das Team voller Zuversicht zum Saisonauftakt nach Melbourne gereist. "Wir dachten, wir wären knapp hinter Red Bull. Die Erwartungen waren sehr hoch, und dann realisierst du 'wow, wir sind nirgendwo'. Und dann weißt du, dass du im Saisonverlauf nicht in der Lage bist, den Rückstand aufzuholen. Das war wie ein Schlag ins Gesicht", sagt Rosberg.

Eine der größten Veränderungen im Jahr 2011 seien die neuen Pirelli-Reifen gewesen. "Das war ein wesentlich größerer Effekt, als ich gedacht hatte", gibt der 26-Jährige zu. Dadurch hätten sich viele Dinge verändert, nicht alleine der Fahrstil. "Auch beim Benzinsparen, bei allem, hatte es einen gewaltigen Einfluss. Selbst am Ende des Jahres haben wir noch eine Menge dazugelernt." Der hohe Reifenverschleiß, vor allem an den Hinterrädern, war eines der Hauptprobleme von Mercedes im Jahr 2011.

Schumacher ein Teamkollege wie jeder andere

In Ermangelung sportlicher Erfolge stand in den letzten beiden Jahren das Teamduell mit Michael Schumacher im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Dieses entschied Rosberg in beiden Saisons eindrucksvoll für sich . Eine besondere Genugtuung, einen siebenmaligen Weltmeister geschlagen zu haben, empfindet er jedoch nicht: "Darüber denke ich gar nicht nach. Ich sehe ihn einfach als Rennfahrer, den sich schlagen muss. Ich bin nicht glücklicher als zu der Zeit, wo ich Wurz oder jemand anderen geschlagen habe. Ich bin einfach nur zufrieden, dass ich zwei Jahre hintereinander vor meinem Teamkollegen war."

Die Zusammenarbeit mit Schumacher verlaufe offen und sei ein gegenseitiges Geben und Nehmen. "Wir helfen uns gegenseitig. Nicht gezielt, aber manchmal findet er etwas, manchmal finde ich etwas. So pushen wir uns gegenseitig." Rosberg habe vor allem im technischen Bereich eine Menge von seinem Teamkollegen gelernt. Und auch in einer anderen Beziehung könne er sich einiges von ihm abschauen: "In Sachen Familie ist Michael ein Vorbild. Es ist schön, was Corinna und er sich aufgebaut haben", wird Rosberg vom 'Express' zitiert.

Fotoquelle: xpb.cc

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