Karun Chandhok liebäugelt mit einem Wechsel in die Langstrecken-WM

Formel 1 2012

— 06.01.2012

Chandhok: "Ich lebe meinen Traum"

Der Inder Karun Chandhok hat sich in der Formel 1 bislang nicht durchsetzen können - Dennoch führt der 27-Jährige ein außergewöhnliches Leben

Karun Chandhok hatte es 2010 in die Formel 1 geschafft, doch nach zehn Rennen wurde er von HRT vor die Türe gesetzt. Der Inder heuerte bei Lotus an, das heute Caterham heißt, und fuhr in der vergangenen Saison den Grand Prix auf dem Nürburgring. Dazu kamen neun weitere Einsätze im Freien Training am Freitag. Der große Traum vom Start bei der Indien-Premiere ging nicht in Erfüllung. Chandhok ist mit einem Bein in der Formel 1, aber ein Stammcockpit wird er auch in der kommenden Saison nicht haben.

Dafür hat sich der 27-Jährige zu einem weltweiten Botschafter des Motorspots entwickelt. Speziell in Indien ist Chandhok eine angesehene Persönlichkeit, die auch mit dem Who-is-Who der großen Bollywood-Szene verkehrt. Außerdem kümmert er sich gemeinsam mit seinem Vater Vicky, der Präsident des indischen Motorsportverbandes ist, um den Nachwuchs. "Wir betreiben immer noch ein Rallye-Team. Es geht dabei nicht um den Profit, sondern darum, junge Fahrer zu fördern", wird Chandhok von den 'GulfNews' zitiert.

"Das ist meine Art, dem Sport etwas zurückzugeben. Mein Vater und ich arbeiten viel mit Bernie Ecclestone zusammen." Chandhok ist auch für die Medien offen, gibt immer Auskunft und ist auch oft in diversen englischsprachigen Fernsehübertragungen und Produktionen als Experte zu sehen. Obwohl er kein Stammcockpit hat, hat es Chandhok im Gegensatz zu anderen Fahrern verstanden, sich zu vermarkten.

"Es ist ein hartes Geschäft. Nur weil man ein Rennen gewonnen hat, bedeutet das nicht, dass einem neue Deals in den Schoß fallen. Ich nutze das weltweite Business sorgfältig, weil es genauso ein Business wie ein Sport ist. Ich finde, es ist für jeden Fahrer wichtig, das Gesamtbild zu verstehen - die kommerzielle, die Marketing, und die technische Seite", sagt der elffache Grand-Prix-Teilnehmer. "Hinter jedem Formel-1-Fahrer steht ein Team von über 300 Mitarbeitern, die sehr hart arbeiten."

"Die Firma gibt über 100 Millionen Dollar für dich aus. Man muss sich dessen bewusst sein." Obwohl Chandhok nicht darüber glücklich war, dass er nicht den Indien-Grand-Prix fahren durfte, versteht er die Entscheidung von Teamchef Tony Fernandes. "Manchmal müssen schwierige Entscheidungen getroffen werden. Ich verstehe, dass es dabei nicht um mich persönlich geht, sondern dass es ums Team geht."

Den Traum vom Stammcockpit hat Chandhok noch nicht aufgegeben. Dennoch lebt er im Alter von 27-Jahren ein einzigartiges Leben. Er ist bei allen Formel-1-Rennen im Fahrerlager, bekommt Einblicke in die Technik und darf auch ab und an einen Formel-1-Boliden fahren. Dazu kommt das Jet-Set-Leben mit Stars und Sternchen.

"Ich habe erst vor kurzem realisiert, dass mein Leben einzigartig ist. Ich habe im Alter von zwei, drei Jahren davon geträumt, jemand zu werden. Und ich habe es geschafft", findet Chandhok. "Einige meiner Freunde wissen immer noch nicht, was sie mit ihrem Leben anfangen sollen. Ich muss sagen ich bin glücklich, dass ich meinen Traum leben kann."

Fotoquelle: xpb.cc

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