Force India liegt bei der Entwicklung des neuen Autos gut im Zeitplan

Formel 1 2012

— 07.01.2012

Force India: "Geburt" des VJM05 steht bevor

Zufriedene Gesichter bei Force India: Die Entwicklung des neuen Formel-1-Autos verlief nach Plan, in der kommenden Woche wird der erste VJM05 zusammengebaut

Die Spannung in der Force-India-Fabrik in Silverstone steigt, denn in der kommenden Woche wird dort das erste neue Auto "geboren." Das Chassis mit der Seriennummer 02, die Nummer 01 wurde für die FIA Crash-Tests verwendet, wird mit Motor und sämtlichen Bauteilen zum ersten VJM05 aufgebaut. Auch für viele Mitarbeiter ist dies ein spannender Moment, an dem sie zum ersten Mal das Endergebnis ihrer Arbeit der letzten Monate sehen.

"Es gibt immer eine Menge Aufregung, wenn dieser Zeitpunkt kommt", sagt der Technische Direktor Andrew Green über die Fertigstellung des neuen Autos. "Ich habe mich mit dem Modell des Autos schon seit einiger Zeit beschäftigt. Aber viele Kollegen sehen es nach der Fertigstellung zum ersten Mal im Ganzen. Das ist immer eine aufregende Zeit, wenn der Motor zum ersten Mal gezündet und das Auto geboren wird."

"Das ist eine arbeitsreiche Zeit für uns, und es gibt auch eine große Unbekannte. Wir wissen nicht, wo wir im Vergleich zu unseren Mitbewerbern stehen", sagt Green. "Daher herrscht immer ein wenig Unruhe, weil man abwarten muss, was die anderen gemacht haben. Diese Seite muss man auch sehen." Diese Ungewissheit wird noch bis zum Beginn der ersten Testfahrten in Jerez am 7. Februar andauern.

Entwicklung des VJM05 läuft seit Juni

Die Entwicklung des neuen Formel-1-Autos hat vor über einem halben Jahr begonnen und die Belegschaft seitdem auf Trab gehalten. "Wir haben mit der Arbeit im Juni angefangen, die ersten Winkanal-Tests fanden im Juli statt. Seitdem haben wir es nur für eine Woche aus dem Windkanal genommen, um ein Upgrade am VJM04 durchzuführen", so Green. Die Weiterentwicklung des 2011er-Autos nicht zu vernachlässigen, war für Force India entscheidend im Kampf um Platz sechs in der Konstrukteurs-Wertung.

"Es war eine enge Saison 2011, ein harter Kampf in den letzten Rennen. Wir wussten nicht, wie es ausgehen würde. Eine solch starke Antwort von Toro Rosso am Ende der Saison hatten wir nicht erwartet, aber zum Rennen in Suzuka hatten sie ein vernünftiges Upgrade. Es ist ungewöhnlich, dass ein Team so spät in der Saison das Auto noch einmal so stark umbaut. Daher mussten wir bis zum letzten Rennen in Brasilien voll konzentriert bleiben. Seit diesem Zeitpunkt liegt der Focus jedoch zu 100 Prozent auf dem neuen Auto."

Die Arbeit am VJM05 musste nach dem Saisonende zügig vorangetrieben werden, denn schon im Dezember wartete die erste Bewährungsprobe: "Es war in diesem Jahr etwas anstrengender, da das Chassis vor dem ersten Test homologiert sein muss", so der Technische Direktor. Seit diesem Jahr müssen die Fahrzeuge vor der ersten Testfahrt sämtliche Crashtests erfolgreich absolviert haben. Das habe für das Team einen zusätzlichen Planungsaufwand bedeutet, der sich jedoch ausgezahlt hat. Denn Green kann zufrieden verkünden: "Seit Dezember ist das Chassis homologiert."

Spannung vor dem Crash-Test

Der Ingenieur gibt allerdings zu, dass der Crash-Test trotz aller Berechnungen und Simulationen im Vorfeld für alle Beteiligten eine Zitterpartie ist. "Da haben wir alle die Daumen gedrückt. Du hoffst, dass alles so funktioniert, wie es berechnet wurde." Umso größer war hinterher die Freude. "Es ist immer toll, wenn du einen Test nach dem anderen ohne große Überraschungen durchführst. Das ist für alle eine Bestätigung."

Nachdem der erfolgreichen Homologation im Dezember konnte sich das Team über die Feiertage auch ein eine kurze Verschnaufpause gönnen. "Wir liegen im Zeitplan, das ist eine gute Nachricht. Alles lief nach Plan, daher gingen wir wesentlich entspannter in den Urlaub. Alle konnten die Auszeit über Neujahr genießen, denn wir wussten, dass wir bereit sind", so Green. Nach der langen Saison und vor einer langen Saison sei es für alle wichtig gewesen, bei der Familie die Batterien aufzuladen.

Doch nicht alle Mitarbeiter hatten Gelegenheit zu einem Weihnachtsurlaub. "Für die Leute vom Windkanal gab es keine große Pause. Die haben weitergearbeitet, denn dort entscheidet sich die Leistungsfähigkeit des Autos. Wir waren uns bewusst, dass wir dort nicht nachlassen dürfen", betont Green die Wichtigkeit der Aerodynamik. Er verspricht jedoch, dass auch die Windkanal-Crew noch ihre Auszeit bekommt: "Wir werden aber versuchen, ihnen zu einem anderen Zeitpunkt im Jahr eine Pause zu gönnen."

Fotoquelle: Force India

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