Stefano Domenicali weiß nicht, wo sich Fernando Alonso noch steigern kann

Formel 1 2012

— 11.01.2012

Domenicali: Alonso öfter in der Fabrik als einst Schumacher

Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali erlebte noch nie einen Fahrer, der einen engeren Kontakt zum Team hielt als Fernando Alonso - Dafür soll er nun belohnt werden

Fernando Alonsos Ferrari-Karriere läuft nicht wie geplant. Der Spanier hatte ursprünglich mit WM-Titeln gerechnet, als er nach zwei erfolglosen Jahren bei Renault und einer frustrierenden McLaren-Saison zum italienischen Topteam wechselte, stattdessen wurde er 2010 Vize-Weltmeister und 2011 gar nur WM-Vierter.

Dennoch behauptet Teamchef Stefano Domenicali beim traditionellen Wrooom-Event in Madonna di Campiglio, dass sich der Spanier bei Ferrari trotz der Durststrecke perfekt aufgehoben fühlt. "Fernando ist sehr gut ins Team integriert", sagt der Italiener. "Die Tatsache, dass er seinen Vertrag mit uns für mehrere Jahre verlängert hat, beweist einiges. Daher stehen wir ihm gegenüber in einer gewissen Verantwortung."

Alonso laut Domenicali einzigartig

Tatsächlich verlängerte Alonso im Vorjahr bis 2016 bei Ferrari und könnte sich nach eigenen Angaben sogar vorstellen, dann seine Karriere zu beenden. Davor möchte er aber noch einige WM-Titel einfahren. Damit dieses Vorhaben gelingt, hält er engen Kontakt zu seinem Team und übt durchaus auch Druck aus. "Er respektiert die Wege in unserem Team, aber er ist ein Typ, der alle bis ans Limit pusht und in Hinblick auf die Leistung des Autos nie zufrieden ist", erklärt Domenicali. "Das ist es auch, was wir wollen. Ich kann von ihm nicht mehr verlangen."

In seiner engen Zusammenarbeit mit der Truppe aus Maranello unterscheidet er sich auch von Vorgängern wie Rekord-Weltmeister Michael Schumacher - zumindest, wenn man Domenicalis Worten Glauben schenkt. "In den letzten Jahren hat er mehr Zeit in Maranello verbracht als alle anderen Fahrer, die ich in meinen 20 Jahren bei Ferrari erlebt habe", sagt er. "Das beweist, was ihm Ferrari bedeutet. Er ist bei uns, weil er an dieses Team glaubt und weil er glaubt, dass er mit uns in Zukunft mehr Siege erreichen kann."

Ferrari will Alonsos Geduld belohnen

Laut Domenicali hätte ein Top-Star wie Alonso auch zu jedem anderen Spitzen-Rennstall gehen können: "Es liegt nun an uns, ihn auf eine gewisse Art und Weise für seine Entscheidung zu belohnen und an unseren Ingenieuren, ihm ein Auto zur Verfügung zu stellen, mit dem er vor den anderen sein kann."

Ferrari weiß jedenfalls, was man an Alonso hat - laut dem Teamchef lag es nicht am Mann aus Oviedo, dass das Traditionsteams zuletzt nur selten siegfähig war: "Fernando fuhr in den vergangenen Jahren über dem Limit. Das wissen alle Teams. Wir verlangen von jedem von uns mehr. Realistisch gesehen ist es aber schwierig, in Anbetracht des Autos, das ihm zur Verfügung stand, mehr von Alonso zu verlangen. Sein Leistungsniveau im Vorjahr war unglaublich - es war das höchste Niveau. Er hat das Maximum aus dem Auto herausgeholt." Wenn Alonso nun das Niveau hält, dann ist man bei Ferrari ausnahmslos zufrieden, meint Domenicali: "Das wäre fantastisch."

Fotoquelle: xpb.cc

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