Fernando Alonso ist das Testverbot im Dezember/Januar ein Dorn im Auge

Formel 1 2012

— 12.01.2012

Alonso: "Als würde man Messi den Fußball wegnehmen..."

Fernando Alonso beklagt sich über das zweimonatige Testverbot in der Formel 1 - Simulatorarbeit kann das Fahren nur bedingt ersetzen

Einen Tag nachdem Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali und Präsident Luca di Montezemolo in Madonna di Campiglio Auskunft über den aktuellen Stand der Dinge bei der Scuderia gaben, äußerten sich am Donnerstag die Piloten der "Roten".

Fernando Alonso machte beim dem von Philip Morris, Puma und Shell veranstalteten Wrooom-Event keinen Hehl aus der Tatsache, dass ihm das zweimonatige Testverbot im Dezember und Januar mächtig gegen den Strich geht. Der Ferrari-Pilot zieht in diesem Zusammenhang Parallelen zu anderen Sportarten.

"Unser Sport ist wohl der einzige, in dem wir mit unserem Arbeitsgerät nicht trainieren dürfen", gibt Alonso zu bedenken. "Das ist in etwa so, als würde man einem Fußballspieler vorschreiben, zwei Monate lange ohne Ball zu trainieren oder einem Tennisspieler zwei Monate lang den Schläger wegnehmen..."

Keine ernsthaften Alternativen

Alternativen, um die Reflexe auch im Winter scharf zu halten, sieht der Spanier unter den gegebenen Voraussetzungen keine ernsthaften. "Ein Go-Kart ist wohl das Fahrzeug, das unseren am nächsten kommt, aber es gibt natürlich trotzdem große Unterschiede."

"Wenn man Messi vorgibt, zwei Monate lang mit einem Tennisball zu trainieren, hätte er in seinem nächsten Fußballspiel auch massive Probleme. Das Gleiche gilt, wenn man Nadal zwei Monate lang mit einem Tischtennisschläger trainieren lässt und dann zu den Australian Open schickt. Wir lieben nun einmal den Wettbewerb und die Geschwindigkeit, weshalb wir am liebsten auch im Winter fahren würden."

Arbeit im Simulator kein Ersatz

Aufgrund des Testverbots verbringen die Formel-1-Piloten heutzutage viel Zeit im Simulator. Für Alonso hält sich der Effekt dieser Maßnahme jedoch in Grenzen, wie er unterstreicht: "Ich sehe den Simulator eher als ein Trainingsgerät für den Fahrer, mit dem man sich an die Abläufe im Cockpit und die Knöpfe gewöhnen kann."

"Die Informationen, die man über die Strecke gewinnt, sind immer mit Vorsicht zu genießen. Erst wenn du wirklich mit dem Auto hinausgehst, kennst du die wahren Gegebenheiten. Ich würde daher sagen, der Sinn des Simulators liegt bei 50 Prozent", hält Alonso abschließend fest.

Fotoquelle: xpb.cc

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