Auch John Watson rechnet mit Anlaufschwierigkeiten bei Kimi Räikkönen

Formel 1 2012

— 13.01.2012

Watson: Kimi muss so viel wie möglich fahren

John Watson rät Kimi Räikkönen, jede Gelegenheit zu nutzen, um Fahrpraxis zu sammlen - Sebastian Vettel fasziniert den Briten im und außerhalb des Autos

In knapp zwei Wochen kehrt Kimi Räikkönen bei ersten privaten Testfahrten in Valencia nach seiner zweijährigen Pause erstmals wieder ans Steuer eines Formel-1-Autos zurück. Nicht nur die Fans, sondern auch viele Experten sind gespannt darauf, wie schnell sich der Finne nach seinem zweijährigen Ausflug in die Rallye-Weltmeisterschaft wieder an den Monoposto gewöhnen wird. Nachdem Michael Schumacher bei seinem Comeback nicht an frühere Leistungen anknüpfen konnte, steht Räikkönen unter besonderer Beobachtung.

Auch der ehemalige britische Formel-1-Fahrer und langjährige TV-Experte John Watson ist sich nicht sicher, ob der Weltmeister des Jahres 2007 direkt wieder den Speed früherer Tage abrufen kann. "Es wird interessant sein zu sehen, ob Räikkönen bei seiner Rückkehr im Lotus erfolgreich sein wird", sagt Watson gegenüber 'Autosport'. Der 65-Jährige, der zwischen 1973 und 1985 unter anderem für Brabham, McLaren und Lotus in der Formel 1 fuhr und in 154 Grands Prix fünf Siege erringen konnte, verweist auf das Beispiel Schumachers.

"Schumacher war etwas länger aus dem Cockpit heraus und hatte größere Probleme, sich wieder an die Formel 1 zu gewöhnen, als er erwartet hatte. Ich weiß nicht, ob Kimi die gleichen Schwierigkeiten haben wird." Da Räikkönens Pause jedoch nur zwei Jahre gedauert hat, mutmaßt Watson: "Ich glaube, vielleicht nicht im gleichen Ausmaß." Allerdings hat sich auch in dieser kurzen Zeit in der Königsklasse einiges geändert.

Viele Veränderungen seit 2009

"Die Veränderungen der Aerodynamik, vor allem der Wechsel der Reifen, die Testbeschränkungen: All diese Faktoren werden Kimis Fortschritte einschränken", erwartet der Brite, der Räikkönen empfiehlt: "Daher sollte er wirklich jede Gelegenheit nutzen, um im Auto zu sitzen, um die zweijährige Pause aufzuholen, während er in den Rallye-Autos herumgeblödelt hat. Er muss seine Denkweise von den Möglichkeiten eines Rallye-Autos zu denen eines Grand-Prix-Autos umstellen."

Auch das hohe fahrerische Niveau, nach Ansicht von Watson ist das Starterfeld 2012 eines der stärksten in der Formel-1-Historie, dürfte es dem Finnen nicht leichter machen: "Sechs aktive Weltmeister in der Formel 1 zu haben, das ist beispiellos und wirklich spannend. Es gibt zurzeit einige außergewöhnliche Fahrer in der Formel 1. Ich musste meine Einschätzung, wer der beste Fahrer ist, neu abwägen." Ein Fahrer ragt für den Briten jedoch aus der Masse der guten Piloten heraus. "Was Sebastian Vettel geleistet hat, abgesehen von der Tatsache, dass er in den letzten beiden Jahren das beste Auto hatte, war beeindruckend."

Vettel "unglaublich beeindruckend"

Spätestens seit dem vergangenen Jahr ist Watson von den außergewöhnlichen Fähigkeiten des Deutschen vorbehaltslos überzeugt: "2010 musste er hart dafür arbeiten und hat es erst beim letzten Rennen gewonnen, aber im vergangenen Jahr war er dominant. Einige Szenen wie in Monza, als er Fernando Alonso außen in der Curva Grande überholt hat, haben mir gezeigt, dass er nicht nur das schnellste Auto hat, sondern auch den richtigen Gebrauch davon machen kann."

Doch nicht nur auf, sondern vor allem auch Abseits der Strecke, hat Vettel mit seinem lockeren und sympathischen Auftreten großen Eindruck auf Watson gemacht: "Ein unglaublich beeindruckender Fahrer, aber auch in seinem Verhalten außerhalb des Autos. Die Art und Weise, wie er sich bei den Autosport-Awards mit Steve Rider unterhalten hat - der Junge ist ein Star. Genau das braucht die Formel 1, wir brauchen mehr von dieser Sorte."

Fotoquelle: A1GP

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