Fernando Alonso schätzt sich glücklich, in der aktuellen Formel-1-Ära zu fahren

Formel 1 2012

— 14.01.2012

Alonso: "Es gibt keinen Siegzwang"

Fernando Alonso will sich und Ferrari vor der Saison nicht unnötig unter Druck setzen, dennoch plant der Spanier noch einige Jahre in der "goldenen Ära"

Ferrari-Pilot Fernando Alonso stapelt vor Beginn der Saison 2012 ganz bewusst tief. Der Spanier, der Anfang Februar erstmals in seinen diesjährigen Boliden klettern wird, stellt beim Wrooom-Event von Ferrari-Sponsor Philip Morris in Madonna di Campiglio klar, dass es keine Verpflichtung gebe, zu gewinnen.

"Kein Sportler ist verpflichtet, irgendetwas zu tun", sagt Alonso. "Wir geben alle unser Bestes und wissen, dass es im Sport um Aufopferung, um die Arbeit im Team, um Zielgerichtetheit und Leidenschaft geht."

"Die Ergebnisse hängen von anderen Faktoren ab", stellt der Spanier heraus, lässt jedoch keinen Zweifel daran, dass "wir natürlich gut abschneiden wollen". "Wir wollen uns fangen und zur alten Stärke des vergangenen Jahrzehnts zurückkehren. Deshalb arbeiten wir hart und sind zuversichtlich, aber es gibt keinen Siegzwang."

"Es liegen noch viele Jahre vor mir"

Das Gefühl, welches ihn überkommen wird, sollte er eines Tages mit der Scuderia die WM-Krone gewinnen, kann Alonso derzeit schwer in Worte fassen. "Das kann ich nicht sagen, denn ich habe diese Erfahrung noch nicht gemacht und weiß daher nicht, wie es sich anfühlt, mit Ferrari Weltmeister zu werden. Ich weiß nicht, wie ich das mit den anderen Gefühlen vergleichen kann."

In diesem Zusammenhang merkt Alonso, dessen Vertrag in Maranello bis Ende der Saison 2016 läuft, an: "Wenn ich keinen Titel innerhalb dieser Vertragszeit gewinne, dann weiß ich nicht, ob ich zufrieden wäre. Mit Ferrari zu gewinnen, ist etwas Spezielles. Diese Erfahrung durfte ich schon in meinem ersten Rennen für Ferrari machen. Ich gehe also davon aus, dass ein WM-Titel sehr speziell wäre."

Das Gefühl, dass ihm die Zeit davonläuft, hat der Spanier nicht. "Es liegen immer noch viele Jahre vor mir. Ich bin 30 Jahre alt. Es gibt Leute, die fahren noch mit 42 oder 43", sagt er und fügt hinzu: "Ich verbessere mich jedes Jahr ein bisschen. Vielleicht verliert man ein wenig Speed, wenn man älter wird, man gewinnt aber an Erfahrung und dadurch gleicht es sich wieder aus."

Goldene Ära der Formel 1

Alonso schätzt sich glücklich, ein aktiver Teil der aktuellen Formel 1 zu sein. Mit Blick auf die Tatsache, dass am 18. März in Melbourne erstmals in der Geschichte der Königsklasse sechs Weltmeister (Alonso, Button, Hamilton, Räikkönen, Schumacher und Vettel) im Starterfeld stehen werden, wird der Spanier von 'BBC' zitiert: "Das ist toll und hebt das Niveau der Meisterschaft auf eine neue Stufe. Wir Fahrer werden diese Saison sehr genießen, die Fans werden sie genießen. Ich glaube, uns stehen einige tolle Rennen mit jeder Menge Emotionen bevor."

Der Ferrari-Pilot plädiert ausdrücklich dafür, die gegenwärtige "goldene Ära" der Formel 1 zu genießen, solange sie anhält. "Keiner von uns weiß, wie lange er noch um Titel mitfahren kann und wie oft wir noch eine so große Anzahl an Weltmeistern hier haben werden. Wir müssen diese Jahre einfach auskosten."

Der zweimalige Weltmeister hofft, dass er auch mit Beginn der V6-Ära in der Formel 1 ab der Saison 2014 noch ganz vorn dabei sein wird. Von den technischen Gegebenheiten wie dem Wechsel von Saugmotoren auf Turbos sowie der Reduktion der Zylinderanzahl und des Hubraums will sich der Spanier allerdings nicht zu sehr ablenken lassen. "Wir als Fahrer schenken diesen Änderungen nicht sehr viel Beachtung. Wir wollen in der Formel 1 gegen die besten Fahrer der Welt antreten und Rennen fahren", stellt er am Rande des Wrooom-Events klar.

Die Augen vor der Zukunft zu verschließen, kommt für Alonso allerdings ebenso wenig in Frage, wie er betont: "Natürlich kennen wir die Veränderungen. Das Ziel muss es sein, gemeinsam mit dem Team auf dem höchsten Level zu operieren, um zu gewinnen. Ich hoffe, dass wir in der Saison 2014 genauso um die Spitze mitkämpfen können wie im Moment."

Fotoquelle: Ferrari

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