Bruno Senna sitzt ab sofort im zweiten Cockpit des britischen Williams-Rennstalls

Formel 1 2012

— 17.01.2012

Williams: Senna als Sieger der Fahrersichtung

Mark Gillan erläutert, wie es zur Verpflichtung von Bruno Senna kam: Der Brasilianer ging als Sieger aus der intensiven Fahrersichtung von Williams hervor

Viele Fahrer machten sich bis zuletzt Hoffnungen auf das zweite Williams-Cockpit, müssen sich nun aber nach einer Alternative umsehen: Nicht etwa Rubens Barrichello oder Adrian Sutil erhielten den Zuschlag des britischen Traditionsteams, sondern Bruno Senna. Der Brasilianer setzte sich in einer internen Fahrersichtung gegen seine Mitstreiter durch und startet 2012 für den Williams-Rennstall.

Senna wusste die Führungsetage des Formel-1-Teams offenbar durch vielseitige Leistungen zu überzeugen, wie der Chefingenieur für operative Einsätze, Mark Gillan, erläutert. "Wir führten ein ausführliches Fahrer-Sichtungsprogramm durch, an dem eine handvoll Piloten beteiligt waren. Letztendlich basiert unsere Entscheidung auf diversen Faktoren", gibt der Brite zu Protokoll.

"Dabei ging es uns um Dinge wie die schiere Geschwindigkeit des Fahrers, Konstanz, Reifen-Haushalt, technisches Feedback, körperliche und mentale Fitness. Am wichtigsten war uns aber der zu erwartende Einfluss, den der Pilot auf das Team haben kann", stellt Gillan heraus. Senna habe in dieser Hinsicht die Pole-Position belegt und folgerichtig das zweite Cockpit bei Williams erhalten.

"Obwohl Bruno über nicht allzu viel Erfahrung im Formelsport verfügt, zeigte er doch immer wieder eine konstante Verbesserung und stellte sein Talent unter Beweis. Wir freuen uns daher sehr darüber, in dieser Saison mit ihm zu arbeiten", sagt Gillan und fügt hinzu, dass der berühmte Nachname Senna - schon Ayrton Senna fuhr für Williams - bei den Verhandlungen keinerlei Rolle gespielt hätte.

Dies sei "ganz und gar nicht" der Fall gewesen, meint Gillan. "Die Entscheidung beruht auf Leistung und auf Potenzial. Alle Fahrer, die an unserer Pilotenevaluation teilnahmen, absolvierten ähnliche Übungen." Senna habe letztendlich eben die Nase vorne gehabt. Gemeinsam mit Maldonado, der im vergangenen Jahr in der Formel 1 debütierte, bildet der Brasilianer aber ein recht unerfahrenes Duo.

Geht Williams mit dieser Aufstellung etwa ein unnötiges Risiko ein? Gillan sieht die Situation realistisch, aber auch positiv: "Dadurch stehen wir an der Rennstrecke natürlich etwas mehr unter Druck. In meinen Augen stellt das aber auch eine Chance dar. Wir mögen zwar drei relativ unerfahrene Piloten haben, doch alle drei verfügen über großes Potenzial", meint der Brite.

Gillan und Williams halten große Stücke auf Maldonado, Senna und Testfahrer Valtteri Bottas. "Es liegt jetzt am Team und natürlich an unseren Fahrern, das angesprochene Potenzial im Saisonverlauf freizusetzen, um die Leistung zu maximieren. Ich sehe das als Chance. Es ist ein wichtiges Jahr für Williams, wenn man die ziemlich schlechte Saison 2011 bedenkt. Wir sind sehr gespannt auf 2012."

Fotoquelle: Williams

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