Das britische Williams-Team möchte 2012 einen großen Sprung nach vorne machen

Formel 1 2012

— 18.01.2012

Aufschwung bei Williams: "Es braucht seine Zeit..."

Können Pastor Maldonado und Bruno Senna das Williams-Team aus der Krise und nach vorne führen? Der Formel-1-Rennstall wähnt sich "auf Kurs"

Das britische Williams-Team würde in diesem Jahr gerne einen großen Sprung nach vorne machen. Nach einer aus der Sicht des Traditionsrennstalls überaus schwachen Saison 2011 ist dies auch bitter nötig, möchte Williams nicht vollkommen in der Versenkung verschwinden. Bislang wähnt man sich bei der Entwicklung des neuen Fahrzeugs jedenfalls "auf Kurs", um 2012 richtig angreifen zu können.

Dies bestätigt Mark Gillan, Chefingenieur für operative Aufgaben, am Rande der Bekanntgabe von Bruno Senna als Stammfahrer neben Pastor Maldonado. "Insgesamt verläuft die Entwicklung prima. Wir sind im Plan, was unseren ersten Test im Februar anbelangt. Alles läuft gut", sagt der Brite. Das Team habe aus der schwierigen Saison 2011 gelernt und sich an vielen Fronten deutlich gesteigert.

Senna wittert positive Tendenzen bei Williams

"Wir haben unsere Prozesse optimier, um Fehler schnellstmöglich aufzudecken", erklärt Gillan. "Wir wollen einfach nicht so viele Schwierigkeiten haben, wie wir sie im vergangenen Jahr verzeichneten. Die Gesamtleistung sieht sehr vielversprechend aus. Die Prozesse bei Entwicklung und Design sind nun aber deutlich anders. Auch das ist sehr ermutigend. Ich würde sagen: Wir sind auf Kurs."

"Wir bestanden die diversen Crashtests bereits vor Weihnachten. Die Dinge entwickeln sich also prima", findet der Williams-Ingenieur. Neuzugang Senna kann Gillan in diesem Punkt nur beipflichten: "Wir haben uns angesehen, wie sich das Team entwickelt. Das Team hat bereits einige Meilensteine absolviert - das Auto hat den Crashtest im Vorjahr erfolgreich überstanden", berichtet der Brasilianer.

"In der ersten Februar-Woche gibt es einen Aerodynamiktest und in Bezug auf das Auto sieht alles sehr gut aus. Natürlich sind die aerodynamischen Entwicklungen stets fortlaufend. Die Daten und Zahlen deuten aber auf eine gute Platzierung hin. Das sieht man jedoch erst wirklich, wenn man das Auto fährt", meint Senna, der diesbezüglich auch auf das Renault-Aggregat im Williams-Heck baut.

Selbst Adrian Newey vollbringt keine Wunder...

"In Sachen Fahrbarkeit wird dieser Motor hoffentlich ein Vorteil für uns sein", sagt der 28-Jährige. "Ich hoffe, dass wir dadurch einige Schritte in der Lernkurve überspringen können." Wunderdinge erwartet aber selbst Gillan nicht von seinem Rennstall - und zieht ein prominentes Beispiel heran: Selbst Designgenie Adrian Newey sei es nicht auf Anhieb gelungen, Red Bull ganz nach vorne zu bringen.

"Er ist ein unheimlich talentierter Ingenieur. Es kommt aber auch auf Teamwork an. Es geht darum, eine Mannschaft aus sehr talentierten Ingenieuren und Rennfahrern zusammenzustellen. Außerdem braucht es Konstanz im Team und den Glauben an das, was du tust. So etwas stellt sich nicht über Nacht ein. Das konnte man sehen, als Adrian von McLaren zu Red Bull wechselte, denke ich."

"Das war kein einfacher Wechsel. Es brauchte seine Zeit", erläutert Gillan und merkt an: "So ist es auch mit dem Neuaufbau bei Williams. Wie bei allen Veränderungen auf Teamebene, so benötigen auch wir etwas Zeit, um Fortschritte zu machen, damit sich die Dinge für uns in die richtige Richtung entwickeln", erklärt der Brite. "Red Bull brauchte ebenfalls eine gewisse Zeit, um sich zu steigern."

Fotoquelle: xpb.cc

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