Bruno Senna fährt ab 2012 - wie sein Onkel Ayrton 1994 - für das Williams-Team

Formel 1 2012

— 18.01.2012

Senna und der große Name: "Hatte immer viel Druck"

Williams-Fahrer Bruno Senna spricht über das Erbe, das er aufgrund seines prominenten Namens antritt, und über die Emotionen in seiner Familie

Wie der Onkel, so der Neffe: 18 Jahre nach Ayrton Senna schickt sich nun auch Bruno Senna an, für das britische Williams-Team an den Start zu gehen. Der Brasilianer erhielt am Dienstag den Zuschlag für den zweiten Fahrerplatz neben Pastor Maldonado, der bereits als Stammpilot bestätigt war. Senna tritt damit in die Fußstapfen seines berühmten Onkels - und ist sich seines Erbes durchaus bewusst.

Dass sein Nachname im Fokus der Aufmerksamkeit stehe, sei in seiner Karriere aber "schon immer eine Konstante" gewesen, betont Senna anlässlich seiner Verpflichtung bei Williams. "Ich hatte schon immer viel Druck und befand mich stets im Scheinwerfer-Licht - aus dem einen oder anderen Grund. Das war aber nie ein Problem. Ich habe auf die harte Tour gelernt, wie man mit dem Druck umgeht."

"Glücklicherweise ist mir das gelungen", meint Senna und fügt hinzu: "Im Vorjahr hatte ich durch die Umstände sehr viel Druck und auf eine gewisse Weise lief es so gut, wie es nur laufen konnte." Etwas Ähnliches erhofft sich der 28-Jährige nun von seinem Engagement bei Williams, das seine Familie offenbar ausdrücklich begrüßt. "Sie freuen sich über die Neuigkeiten", hält Senna diesbezüglich fest.

"Es gibt absolut keine negativen Gedanken und wir freuen uns alle sehr, dass ich jetzt hier fahre", sagt Senna, dessen Onkel Ayrton Senna beim Großen Preis von San Marino in Imola 1994 an Bord eines Williams-Boliden tödlich verunglückte. Deshalb sei sein Vertrag mit dem britischen Rennstall aber nicht noch emotionaler, meint der Brasilianer vor seinem ersten Einsatz als Williams-Stammpilot.

"Ich glaube nämlich, dass die Dinge im Leben aus einem bestimmten Grund passieren", erläutert Senna und merkt an: "Alle wissen, wie hart wir um einen Platz in der Formel 1 gekämpft haben und alle freuen sich über die Tatsache, dass mir Williams diese Gelegenheit bietet. In der Familie lächeln alle, denn alle haben sehr hart dafür gearbeitet. Es ist in unserem Fall eine Art Familienbetrieb."

"Wir haben einen tollen Zusammenhalt und alle sind jetzt überglücklich", sagt Senna und spricht in diesem Zusammenhang sogar von einer freudigen "Ekstase" in seiner Verwandtschaft. "Bevor ich meiner Mutter diese Nachrichten überbrachte, hatte ich schon mit meinen Großeltern gesprochen. Meine Großmutter ist so glücklich und mein Großvater hat sich wirklich gefreut", berichtet Senna.

Fotoquelle: Williams

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