Christian Horner und Geoff Willis haben verschiedene Meinungen zur Lotus-Idee

Formel 1 2012

— 20.01.2012

Horner: Lotus-Innovation ist "interessant"

Beim Weltmeisterteam Red Bull hat man keine Eile, die innovative Radaufhängung von Lotus zu kopieren - Mercedes hingegen plant mit dem System

Vor wenigen Tagen sorgte das ehemalige Renault- und jetzige Lotus-Team für Aufsehen, als durchsickerte, dass die innovative, erstmals im November in Abu Dhabi getestete, reaktive Radaufhängung seitens der FIA grünes Licht bekam und somit im neuen Boliden von Kimi Räikkönen und Romain Grosjean zum Einsatz kommen wird. Sofort wurden bei der Konkurrenz alle Hebel in Bewegung gesetzt, um das System, welches ein Einnicken der Fahrzeugfront beim Bremsen verhindert und damit eine konstante Bodenfreiheit gewährleistet, zu kopieren.

Bei Ferrari hat man inzwischen bestätigt, dass der neue Bolide über ein ähnliches System verfügen wird und auch bei Mercedes wird bereits an einer eigenen Version der Idee von Lotus-Technikchef James Allison gearbeitet. Wie die 'Gazzetta dello Sport' berichtet, soll der neue Mercedes MGP-W03 so schnell wie möglich mit der reaktiven Radaufhängung ausgerüstet werden. Bei den ersten Testfahrten des Jahres vom 7. bis 10. Februar in Jerez wird der neue Bolide von Michael Schumacher und Nico Rosberg bekanntlich noch nicht ausrücken.

Unterdessen hat man bei Red Bull keine Eile, die Lotus-Idee zu kopieren. Gerüchten zufolge gab es beim Weltmeisterteam der vergangenen zwei Jahre bereits im Jahr 2010 Bestrebungen, ein solches System zu entwickeln. Diese wurden allerdings nicht zu Ende verfolgt. Anders als in den Reihen von Ferrari und Mercedes, ist Red-Bull-Teamchef Christian Horner keineswegs überzeugt, dass man es hier mit dem technischen Geniestreich des Jahres schlechthin zu tun hat.

"Es ist wie bei allen diesen Dingen. Unterm Strich kommt es darauf an, wie sie funktionieren und wie sie in das Auto integriert werden", gibt Horner gegenüber 'Autosport' zu bedenken. Demnach müssten Dinge wie diese "als Paket und weniger als einzelne Komponenten" funktionieren. Der Red-Bull-Teamchef gibt aber zu, dass er das Konzept, welches die aerodynamischen Aspekte des Autos beim Bremsen stärker als bisher betont und damit für mehr Stabilität sorgt, "interessant" findet.

Gegenwärtig hat man bei Red Bull laut Horner alle Hände voll zu tun, den neuen RB8 rechtzeitig bis zur Online-Präsentation am 6. Februar fertigzustellen. "Die Herausforderung in diesem Jahr besteht darin, dass alles inklusive sämtlicher Crashtests bereits vor der ersten Testfahrt erledigt sein muss", so der Brite, der versichert: "Wir konzentrieren uns ausschließlich auf uns selbst und werden sehen was Sache ist, wenn wir beim ersten Test auf die Strecke gehen."

Fotoquelle: xpb.cc

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