Lotus muss seine reaktive Radaufhängung offenbar wieder einmotten

Formel 1 2012

— 21.01.2012

FIA verbietet offenbar reaktive Lotus-Radaufhängung

Laut Mark Gillan hat die FIA die Teams darüber informiert, dass die von Lotus bereits getestete reaktive Radaufhängung in der Saison 2012 verboten ist

Nach Doppel-Diffusor, F-Schacht und auspuffangeströmtem Diffusor schien das entscheidende technische System der Formel-1-Saion 2012 bereits festzustehen. Beim Young-Driver-Test in Abu Dhabi hatte Lotus, damals noch unter dem Namen Renault, erstmal mit einer reaktiven Radaufhängung an der Vorderachse experimentiert. Während die FIA das System Anfang Januar noch genehmigt hatte, hat der Automobilweltverband nun offenbar eine Kehrtwende vollzogen.

Nach Aussagen von Williams-Ingenieur Mark Gillan hat die FIA die Teams am Freitagabend darüber informiert, dass der Einsatz dieses System in der Saison 2012 verboten sein soll. "Die FIA hat dieses spezielle System verboten", sagt Gillan in der TV-Sendung 'The Flying Lap.' Weitere Einzelheiten konnte Gillan nicht nennen, da ihn die Mitteilung unmittelbar vor der Ausstrahlung der Sendung erreichte. Eine offizielle Bestätigung seitens der FIA liegt derzeit noch nicht vor.

Das von Lotus entwickelte System nutzt das beim Bremsen auftretende Drehmoment dazu, dem Einsinken der Vorderradaufhängung beim Bremsvorgang entgegenzuwirken. Dadurch sollte die Fahrzeughöhe konstant gehalten und somit die aerodynamische Balance und Stabilität verbessert werden. Des weiteren könnte die Fahrzeughöhe generell niedriger eingestellt werden, was ein zusätzlicher Vorteil wäre. Da das System rein reaktiv und nicht durch den Fahrer gesteuert wird, hatte die FIA zunächst grünes Licht dafür gegeben.

Das hatte bei einigen Teams zu hektischer Aktivität geführt, vor allem Ferrari und Mercedes waren eifrig bemüht, die Lotus-Lösung auch in ihre Fahrzeuge zu integrieren. Gillan sagt, dass sich auch Williams damit befasst habe: "Wir untersuchen diese Art von System seit einer Weile. Es hat offensichtlich einen Einfluss auf die Aerodynamik, und alles, was die Fahrzeughöhe an der Front verringert, ist aus aerodynamischer Sicht ein Vorteil."

Doch nicht alle Teams zeigten die gleiche Begeisterung für dieses System. So gab Red-Bull-Teamchef Christian Horner zwar zu, dass die Lotus-Lösung "interessant" sei, es komme jedoch immer auf das Gesamtpaket des Fahrzeugs an. "Es ist wie bei allen diesen Dingen. Unterm Strich kommt es darauf an, wie sie funktionieren und wie sie in das Auto integriert werden", gab Horner gegenüber 'Autosport' zu bedenken.

Fotoquelle: xpb.cc

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