Lotus darf seine reaktive Vorderradaufhängung nicht einsetzen

Formel 1 2012

— 21.01.2012

Offiziell: FIA bestätigt Verbot der reaktiven Radaufhängung

Charlie Whiting hat die Formel-1-Teams darüber informiert, dass die von Lotus getestete reaktive Radaufhängung von der FIA nicht zugelassen wird

Was Williams-Ingenieur Mark Gillan gestern bereits enthüllt hatte, ist nun offiziell. FIA-Sprecher Matteo Bonciani hat gegenüber der Nachrichtenagentur 'Reuters' bestätigt, dass Rennleiter Charlie Whiting die Formel-1-Teams schriftlich darüber informiert habe, dass das von Lotus getestete System zur Höhenregulierung beim Bremsvorgang verboten ist. Nachdem verschiedene Rennställe bei der FIA wegen der Legalität dieses Systems angefragt hätten, sei man zu dem Schluss gekommen, dass es nicht mit dem technischen Reglement vereinbar sei.

Konkret liege ein Verstoß gegen Artikel 3.15 vor. Dieser besagt, dass sämtliche Teile des Fahrzeuges, die über ihre eigentliche Funktion hinaus einen Einfluss auf die Aerodynamik haben, zur gefederten Masse des Fahrzeugs gehören müssen. Laut Boncoani erfülle das von Lotus eingesetzte System, welches das beim Bremsen auftretende Drehmoment dazu nutzt, dem Einsinken der Fahrzeugfront beim Bremsvorgang entgegenzuwirken, nicht dem eigentlichen Zweck der Radaufhängung, sondern sei mehrheitlich oder gänzlich ein aerodynamisches Hilfsmittel.

Darüber hinaus stehe die sogenannte reaktive Aufhängung möglicherweise auch im Widerspruch zu den Artikeln 10.2.2 und 10.2.3 des technischen Reglements. Letztgenannter Artikel besagt, dass die Einstellung der Radaufhängung nicht verändert werden darf, wenn das Fahrzeug in Bewegung ist. Eine Erklärung dafür, warum das System, an dem neben Lotus auch Ferrari und Mercedes arbeiten, noch vor wenigen Tagen von der FIA für legal angesehen wurde, gab Boncoani nicht.

Fotoquelle: xpb.cc

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