Beim Young-Driver-Test in Abu Dhabi gab Vergne im Red Bull RB7 das Tempo vor

Formel 1 2012

— 22.01.2012

Vergne: "Red Bull in allen Bereichen etwas besser"

Jean-Eric Vergne saß im vergangenen Jahr sowohl im Toro Rosso STR6 als auch im Red Bull RB7 und vergleicht die beiden Boliden miteinander

Der neue Toro-Rosso-Stammfahrer Jean-Eric Vergne gehört bereits seit vier Jahren zur Red-Bull-Familie. Seinen ersten Titel holte sich der Franzose gleich in seiner ersten Saison am Steuer eines Rennwagens: Vergne setzte sich im Jahr 2007 in der Französischen Formel Renault durch und wurde unmittelbar darauf ins Juniorenteam des österreichischen Energy-Drink-Giganten aufgenommen.

"Als ich im Jahr 2008 zur Red-Bull-Familie stieß, war mir klar, dass dies meine einzige Chance sein würde, in die Formel 1 zu kommen", gesteht der Franzose bei 'The Flying Lap'. "Ich habe daraufhin alle anderen Dinge in meinem Leben gestoppt und fortan 100 Prozent gegeben, um in dieser Welt zu bestehen."

Nach zwei Jahren im Formel-Renault-Eurocup wechselte Vergne zur Saison 2010 in die Britische Formel-3-Meisterschaft. "Seit der Aufnahme ins Red-Bull-Juniorenteam war jedes Jahr für sich schwierig, denn ich musste die Meisterschaft gewinnen und zeigen, dass ich diese Chance verdient habe", schildert Vergne, der sich 2010 für Carlin den Britischen Formel-3-Titel sicherte.

Bewährungsprobe Young-Driver-Test bestanden

Daraufhin erhielt der aus Pontoise stammende Franzose seine erste Chance am Steuer eines Formel-1-Boliden. "Gegen Ende des Jahres fuhr ich in Abu Dhabi erstmals für Toro Rosso", erinnert sich Vergne an den Young-Driver-Test auf dem Yas-Marina-Circuit im November 2010.

Im darauffolgenden Jahr kam der nächste Schritt: Vergne bestritt für Toro Rosso die Freitagstrainings in Südkorea, Abu Dhabi und Brasilien, nachdem er seine erste volle Saison in der Renault-World-Series (WSbR) als Vize-Champion hinter Robert Wickens abgeschlossen hatte. "Diese Erfahrungen und natürlich die drei Tage im Red Bull in Abu Dhabi (wiederum beim Young-Driver-Test; Anm. d. Red.) waren fantastisch", beschreibt Vergne.

Speziell die drei Tage am Steuer des Weltmeisterboliden RB8 haben es Vergne angetan: "Das Auto war einfach unglaublich und verdammt schnell. In puncto Rundenzeit gab es da schon einen Unterschied zum Toro Rosso. Ich würde sagen, dass der Red Bull in allen Bereichen ein wenig besser ist. Abgesehen davon konnte ich aber keinen großen Unterschied zum Toro Rosso feststellen."

Erste Ausfahrt im STR7 in Jerez

Seinen ersten Auftritt im neuen Toro Rosso STR7 wird hat Vergne im Rahmen der Testfahrten vom 7. bis 10. Februar in Jerez de la Frontera. Nachdem der neue Bolide des B-Teams aus dem Red-Bull-Konzern den obligatorischen Crashtest der FIA vor wenigen Tagen bestand, steht der Jungfernfahrt in Südspanien nichts mehr im Wege.

Während Vergne den Testfahrten bereits vorfreudig entgegen blickt, tut er sich mit einem Urteil über seinen Teamkollegen Daniel Ricciardo noch schwer. "Wir beide haben einen ähnlichen Fahrstil, was dem Team zu Gute kommen sollte", sagt der Franzose über seinen Nachfolger als Britischen Formel-3-Champion, der ebenfalls der Red-Bull-Nachwuchsförderung entstammt.

"Was die Unterschiede betrifft, bin ich nicht der richtige Ansprechpartner. Mir fällt es schon schwer, mich selbst zu beurteilen. Wir müssen einfach das erste Rennen abwarten und sehen, wie sich die Dinge entwickeln", gibt sich Vergne zurückhaltend. Anders als er selbst hat Teamkollege Ricciardo bereits elf Grand-Prix-Teilnahmen auf der Habenseite. Der letztjährige offizielle Testfahrer von Red Bull griff ab dem Grand Prix von Großbritannien 2011 für HRT ins Lenkrad.

Fotoquelle: xpb.cc

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