Ob im April tatsächlich in Bahrain gefahren werden kann, ist ungewiss

Formel 1 2012

— 22.01.2012

Kalender 2012 lässt weiterhin Zweifel aufkommen

Ob die Formel-1-Saison 2012 tatsächlich die von Bernie Ecclestone gewünschten und derzeit fixierten 20 Rennen umfasst, ist nach wie vor unklar

Der Formel-1-Kalender umfasst im 63. Jahr der Weltmeisterschaft nach aktuellem Stand der Dinge 20 Rennen. Für die Saison 2012 ist damit exakt die Anzahl an WM-Läufen vorgesehen, die sich Bernie Ecclestone schon seit geraumer Zeit wünscht.

Genau genommen sah bereits der Kalender für 2011 erstmals 20 Saisonläufe vor. Aufgrund der Absage des Grand Prix von Bahrain wurden jedoch nur 19 tatsächlich ausgetragen. Ob die 20 in diesem Jahr vollgemacht werden können, bleibt abzuwarten.

Um das für den 22. April terminierte Comeback im Golfstaat Bahrain ranken sich angesichts der nach wie vor unklaren politischen Lage zahlreiche Gerüchte. Während ein Großteil der Formel-1-Gemeinde davon ausgeht, dass im April erstmals nach 25 Monaten tatsächlich wieder in Manama gefahren wird, lassen die jüngsten Informationen vom Bahrain-International-Circuit (BIC) Zweifel aufkommen.

Situation in Bahrain weiter unklar

Demnach haben von den 27 im Frühjahr 2011 entlassenen Mitarbeitern der Strecke, die kürzlich das Angebot zur Wiedereinstellung erhalten haben, nur drei zugestimmt und arbeiten inzwischen tatsächlich wieder in Diensten des BIC. Von den verbleibenden 24 haben gemäß eines Berichts von 'The Times' 19 den Vertrag abgelehnt. Hintergrund ist offenbar eine Klausel, die zunächst eine dreimonatige Probezeit vorsieht.

"Sollte das Rennen wie geplant am 22. April über die Bühne gehen, können wir unseren Job behalten. Sollte es jedoch weitere Probleme geben und das Rennen abgesagt werden, können sie uns jederzeit erneut feuern", so einer der nicht genannt werden wollenden Mitarbeiter gegenüber 'The Times'. Auf Seiten der Organisatoren will man diese Bedenken nicht gelten lassen: "Die Mitarbeiter wurden uneingeschränkt wiedereingestellt. Es besteht kein Anlass zur Sorge, dass sie nach drei Monaten wieder gehen müssen", so ein Sprecher des BIC.

Ecclestone selbst sieht die Lage derzeit scheinbar noch gelassen. "Jeder macht sich über diesen Teil der Welt Gedanken", wird der Formel-1-Zampano in Bezug auf die Lage in Bahrain von 'Salzburger Nachrichten' zitiert. "Aber Bahrain ist das Land im arabischen Raum, wo es die wenigsten Probleme geben sollte."

Fragezeichen hinter Südkorea und USA

Was das Schicksal des Grand Prix von Südkorea (14. Oktober) betrifft, ist das letzte Wort ebenfalls noch nicht gesprochen. Das Rennen erwirtschaftete im Premierenjahr 2010 - als die Anlage in Yeongam noch weit von einer Fertigstellung entfernt war - enorme Verluste. Im zweiten Jahr bot sich ein nur unwesentlich besseres Bild. Sollte sich die Lage in Yeongam in den kommenden Monaten nicht in Form von deutlich sichtbaren Fortschritten verbessern, droht dem Grand Prix unter Umständen noch in diesem Jahr das Aus.

Auch die Premiere des Grand Prix der USA in Austin am 18. November ist noch nicht in Stein gemeißelt. Zwar wurden die Bauarbeiten am Circuit of The Americas (COTA) vor wenigen Wochen nach zwischenzeitlicher Unterbrechung wiederaufgenommen, eine weitere Verzögerung könnte jedoch zur Folge haben, dass aus dem anvisierten November-Termin nichts wird.

Im Rahmen des Wrooom-Events in Madonna di Campiglio sickerte durch, dass ein weiterer Rückschlag beim Baufortschritt, der allein schon wetterbedingt nicht auszuschließen ist, keinen Grand Prix 2012 ermöglichen würde. Von offizieller Seite wird in Austin derweil von einer geplanten Fertigstellung der Rennstrecke im August ausgegangen.

Was passiert mit den zwei Rennen in Spanien?

Und auch über dem Grand Prix von Europa (24. Juni) gibt es Stand heute noch dunkle Wolken. Die beiden Rennen auf spanischem Boden (Grand Prix von Spanien in Barcelona und Grand Prix von Europa in Valencia) liegen terminlich gerade einmal sechs Wochen auseinander, was angesichts der jüngsten Wirtschaftskrise auf der Iberischen Halbinsel wenig Hoffnung auf gut gefüllte Tribünen bei beiden Events lässt. Tatsächlich regten sowohl die Verantwortlichen in Valencia als auch in Barcelona bereits Neuverhandlungen der aktuell bestehenden Verträge an.

Zum Thema Spanien hat Ecclestone ebenfalls eine klare Meinung: "Ich versuche schon seit längerem, dass zwischen Barcelona und Valencia alternierend gefahren wird, aber die Spanier wollen das nicht diskutieren. Wir sollten dort nicht zwei Rennen haben", so der 81-Jährige gegenüber 'Salzburger Nachrichten'. Vor dem Hintergrund der diversen Fragezeichen gilt ein kurzfristiges Comeback des Grand Prix der Türkei in Istanbul als unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen.

Fotoquelle: xpb.cc

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