Die Achillesferse des MVR-02 wurde laut Symonds in schnellen Kurven deutlich

Formel 1 2012

— 23.01.2012

Symonds lobt Glock: "Sehr guter Maßstab für das Team"

Marussia-Berater Pat Symonds stellt den bisherigen Verzicht auf einen Windkanal in Frage und Nummer-eins-Fahrer Timo Glock ein gutes Zeugnis aus

Das von Virgin-Gründer Richard Branson mit aufgebaute und seit Beginn der Saison 2010 in der Formel 1 aktive Virgin-Team wartet nach zwei Jahren noch immer auf den ersten WM-Zähler. Die besten Platzierungen in der Geschichte des Rennstalls sind drei 14. Plätze durch Lucas di Grassi, Timo Glock und Jerome D'Ambrosio.

Im Zuge des nach und nach verstärkten Engagements des russischen Sportwagenherstellers Marussia wird das im vergangenen Jahr unter Marussia-Virgin firmierende Team in diesem Jahr nur noch Marussia heißen. Zudem ist Nick Wirth seit Mitte des Jahres 2011 nicht mehr an Bord. Der britische Designer zeichnete sowohl für die erste als auch die zweite Konstruktion des Teams verantwortlich und setzte dabei als Einziger auf den Weg der computergestützten Flussdynamik (CFD).

Der damit einhergehende Verzicht auf einen Windkanal ist nach Meinung des im vergangenen Jahr zum Team gestoßenen Beraters Pat Symonds der Grund, weshalb sich der MVR-02 in den Händen von Glock und D'Ambrosio nicht genügend in Szene setzen konnte.

Schnelle Kurven Gift für den MVR-02

"Anhand der Analysen kann ich sagen, dass das Auto vom rein mechanischen Gesichtspunkt her viel mehr versprach als nur ein Nachzügler zu sein", wird Symonds von 'Autosport' zitiert. Speziell die Performance in langsamen Kurven sei sehr gut gewesen. Zudem reagierte der Bolide gut auf Setup-Änderungen und verschliss nach Ansicht des Briten wenig Reifen.

In den schnellen Passagen jedoch, wo die Aerodynamik eines Rennwagens massiv zum Tragen kommt, habe der MVR-02 massive Defizite aufgewiesen. "Die Performance bei Höchstgeschwindigkeit war nicht gut, was natürlich in der Aerodynamik begründet liegt", sagt Symonds und kritisiert damit den von Wirth eingeschlagenen CFD-Weg. "Auf dem Gebiet der Aerodynamik waren wir ganz eindeutig im Hintertreffen."

Glock wichtiger Bestandteil des Teams

Nach der Trennung von Wirth, der Verpflichtung von Symonds und der eingegangenen Kooperation mit McLaren soll die bevorstehende Saison für Marussia den Wendepunkt zum Positiven bringen. Neben Glock sitzt am 18. März in Melbourne erstmals der Franzose Charles Pic am Steuer eines Grand-Prix-Boliden unter Rennbedingungen.

Nummer-eins-Fahrer Glock wird von Symonds ein gutes Zeugnis ausgestellt. "Er ist schnell, sehr kommunikativ und gibt alles", lobt der ehemalige Technikchef des Renault-Teams den Deutschen, der in sein drittes Jahr bei Virgin beziehungsweise Marussia geht.

"Wir sind sehr froh, dass wir ihn an Bord haben", so Symonds über Glock. "Er ist ein guter Maßstab für das Team." Ohne diesen sei eine vernünftige Entwicklung des Fahrzeugs und des Teams "sehr schwierig", wie der Berater betont. "Timo ist ein sehr wichtiger Teil auf unserem Weg nach vorn." Anders als der Großteil der Konkurrenzfahrzeuge wird der neue Marussia - für den erstmals auf Windkanaldaten zurückgegriffen wird - erst beim zweiten Test des Jahres (21. bis 24. Februar) in Barcelona rollen.

Fotoquelle: xpb.cc

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